Hofheim. Die Zahl der Hofheimer Bürgerinnen und Bürger, die die Ehrenbezeichnung „Stadtälteste“ tragen, hat sich am Donnerstag auf 35 erhöht: Bürgermeisterin Gisela Stang und Stadtverordnetenvorsteher Andreas Hegeler haben Wilhelm Bingel aus Wildsachsen und Horst Kanter aus Marxheim im Rahmen einer kleinen Feier die Ernennungsurkunde überreicht und deren ehrenamtliches Engagement gewürdigt.
Beide Bürger haben die Voraussetzungen für diese Ehrung gemäß der städtischen Ehrungsordnung erfüllt. Sie sieht vor, dass Bürgerinnen und Bürger, die mindestens 20 Jahre das Mandat beziehungsweise Amt einer / eines Stadtverordneten, Ehrenbeamtin / Ehrenbeamten, hauptamtlichen Wahlbeamtin / Wahlbeamten oder Ortsbeiratsmitgliedes innegehabt und ohne Tadel ausgeübt haben, die Ehrenbezeichnung verliehen werden kann. Entsprechendes gilt für die Mitgliedschaft im Ausländerbeirat, im Behindertenbeirat und im Seniorenbeirat. Die Verleihung, über die die Stadtverordnetenversammlung entscheidet, erfolgt in der Regel mit dem Ausscheiden aus dem Mandat oder Amt.

Wilhelm Bingel konnte bis zu seinem Ausscheiden aus städtischen Gremien auf folgende Tätigkeiten zurückblicken: Von 1976 bis 1981 und von 1984 bis 1985 Mitglied im Ortsbeirat Wildsachsen, von 1997 bis 2001 stellvertretender Ortsvorsteher Wildsachsen. Dem Seniorenbeirat gehörte er von 2005 bis September 2018 als Mitglied an. Insgesamt war Wilhelm Bingel 23 Jahre in diesen Gremien aktiv.
Darüber hinaus engagierte er sich in Vereinen und im Ortsgericht Hofheim-Wildsachsen. Auch für diese Verdienste wurde Wilhelm Bingel bereits ausgezeichnet. Am 3. September 1998 wurde ihm der Ehrenbrief des Landes Hessen für sein Engagement im Gesangverein Deutsche Eiche von 1880 Wildsachsen e.V. überreicht.
Für seine langjährige Tätigkeit als Vorstandsmitglied der Sportgemeinschaft Wildsachsen e.V. und als Organisator der „Wildsächser Fastnacht“ sowie für seine besonderen Verdienste um mehrere Vereine in Wildsachsen erhielt Wilhelm Bingel am 7. Juli 1994 die Ehrennadel der Stadt Hofheim in Silber.
Zudem wurde er am 1. August 2017 für seine herausragenden Verdienste als Ortsgerichtsschöffe am Ortsgericht Hofheim-Wildsachsen mit der Ehrennadel der Stadt Hofheim in Gold geehrt. Dieses Ehrenamt übte er mehr als 20 Jahre, von November 1995 bis Februar 2016, aus.
Bürgermeisterin Stang und Stadtverordnetenvorsteher Hegeler überreichten ihm neben der Ernennungsurkunde auch den kleinen Golddukaten der Stadt Hofheim. Die persönliche Laudatio hielt Thomas Krönert aus Wildsachsen, ein langjähriger Weggefährte von Wilhelm Bingel.

Horst Kanter war als Ehrenbeamter mehr als 25 Jahre in der Freiwilligen Feuerwehr Marxheim engagiert: Von Mai 1993 bis Juli 1999 als stellvertretender Wehrführer und anschließend bis März 2018 als Wehrführer. In diesen Funktionen trug er besondere Verantwortung für seine Kameradinnen und Kameraden, das Feuerwehrhaus im Platanenweg und die Ausrüstung der Marxheimer Wehr.
Bereits im September 1974 war Horst Kanter in die Jugendfeuerwehr Marxheim eingetreten und im Januar 1981 in die Einsatzabteilung übernommen worden. Hier war er von 1982 bis 1993 als Gerätewart tätig, von 1987 bis 1999 gehörte er dem Taucherzug der Feuerwehr Hofheim an sowie seit 1996 der Gefahrgutgruppe der Feuerwehr Hofheim.
Weiterhin war Horst Kanter 35 Jahre im Vereinsvorstand der Feuerwehr Marxheim aktiv, als Schriftführer, Beisitzer und stellvertretender Vorsitzender sowie von 1998 bis 2018 als Vorsitzender.
In seine Amtszeit als Wehrführer fiel unter anderem die Jubiläumsfeier „100 Jahre Freiwillige Feuerwehr Marxheim“ im Jahr 2001. Durch den Anbau an das Feuerwehrhaus im Platanenweg im Jahr 2012 wurden die dringend notwendigen Umkleideräume mit Toiletten und Duschen, getrennt nach Männern und Frauen, sowie Räume für die Jugendfeuerwehr geschaffen. In diesem Zusammenhang wurde auch der Altbestand umgebaut, so dass die Funktionalität im Werkstatt-, Lager- und Bürobereich verbessert wurde. Insgesamt kosteten Erweiterung und Sanierung rund 619.000 Euro. Der Feuerwehrverein Marxheim hatte Eigenleistungen im Gegenwert von rund 50.000 Euro erbracht.
2015 wurde die Marxheimer Kinderfeuerwehr für Mädchen und Jungen zwischen sechs und zehn Jahren gegründet. Mit diesen „Löschknotten“ gibt es seitdem in jedem Stadtteil eine Kindergruppe innerhalb der Freiwilligen Feuerwehr.
Aktuell zählt die Einsatzabteilung der Feuerwehr Marxheim knapp 45 Mitglieder, davon zehn Frauen. Die Jugendfeuerwehr zählt 19 Mitglieder, und in der Kinderfeuerwehr sind 21 Mädchen und Jungen aktiv.
Auch Horst Kanter erhielt von Bürgermeisterin Stang und Stadtverordnetenvorsteher Hegeler die Ernennungsurkunde sowie den kleinen Golddukaten der Stadt Hofheim.

Magistrag der Stadt Hofheim am Taunus
Team Presse- und Öffentlichkeitsarbeit