Rüsselsheim-Haßloch. Nach 25 Jahren „Haßlischer Ebbelwoisitzungen“ hat der Haßlocher Brauchtumsverein „Mir Haßlischer“ in der diesjährigen Kampagne neue, verkleinerte Formate seiner Fastnachtssitzungen aufgelegt. Bereits am 15. Februar feierten die Haßlischer in ihrem Vereinsheim nachmittags einen vergnüglichen närrischen „Kreppel Kaffee“, der musikalisch von Rolf Wittek gestaltet und von einigen vereinseigenen Büttenrednern begleitet wurde. Am Freitag, den 22. Februar, feierten die Haßlischer Narren nun ausgelassenen in der fastnachtlich geschmückten „Gut Stubb“ ihres Vereinsheims ihren „Närrischen Abend“. Dabei belebten sie ihr Motto: „Lacht Ihr Leit, des is gesund! Bei Mir Haßlischer geht’s widder rund.“ aufs Beste.

Gleich zu Beginn konnten die Haßlocher Ebbelwoinarren mit Weck und Worscht die richtige Grundlage für so manches nachfolgende Stöffsche aus dem eigenen Keller erhalten. Die Haßlischer Bembelsänger empfahlen in ihren Liedern sodann den wohlschmeckenden Haßlischer Ebbelwoi wärmstens als ein wahres Gesundheits-Elixier. Die grün „beschürzten“ Bembelsänger Ottmar Daum, Hartmuth Hummel, Albert Lohr, Hans Kraft, Friedel Roosen, Jürgen Schilling und Philipp Seibert wussten ihr Publikum über den Abend mit stimmungsvollen Ebbelwoi- und Fastnachtsliedern in drei Auftritten zu begeistern und mitzureisen. Bei vielen Liedern sangen die Narren in der Rostra an diesem Abend die Refrains der Bembelsänger-Lieder kräftig und begeistert mit. So manche Schunkelrunde war auch mit dem Musikerduo Jo Claus und Hartmut Hummel garantiert, die ihr Publikum oft genug von den Sitzen rissen. So begeisterten auch die Büttenredner des Abends das närrische Auditorium, gaben zu Lachsalven Anlass und wurden mit mancher närrischen Rakete belohnt. Auf die klassische Frage „drauße´ steht oaner, wolle mer den e´reu losse?“ kam auch Friedel Roosen, der locker durchs Programm führte und nach seiner Begrüßungsrede noch eine weitere umjubelte Büttenrede als „Protokoller“ hielt. Am späteren Abend steuerte er noch humorgewürzte Geschichten, „die das Leben schrieb“, zum Programm bei. Uschi Kaus hatte zu Ihrer Rede gar einen Koffer mitgebracht, aus dem sie so manches Exponat vergangener Zeiten hervorholte und sie – von Lachsaven begleitet – in ihrer gekonnten Rede vorstellte. Ein Kreisgesang und weitere Stimmungslieder von Hartmut und Jo leitete zu einem Programmpunkt über, der die Gäste quasi vor die „heimische Glotze“ ihres Wohnzimmers entführte. Friedel Roosen zappte mit zahlreichen lustigen Videoclips, die Lachsalven auslösten, auf der Großleinwand durch die verschiedenen Programme. Der Babysitter-Bogy ließ mit Hartmut Hummel die Wogen fast überkochen, als das Riesenbaby von Elisabeth Roosen durch die Gut Stubb gefahren wurde und dann auch noch sein Akkordeon auspackte. Später führten die Beiden einen weiteren köstlichen Musiksketsch als Vermieterin und Untermieter auf, bei dem Hartmut Hummel in dem Zwiegespräch stets mit den passenden Liedern die Antwort gab. Hans Kraft brillierte als versierter Büttenredner bei dem Thema „Mann – mal mit mal ohne Haar“. Albert Lohr blickte mit seiner Büttenrede närrisch auf das letzte Jahr zurück und erntete dabei viele Lacher. Dies vor allem, als er eingestehen musste, dass zu Hause seine liebe Frau das Regiment führt. Nach närrischen Schlussworten und apfelweinigen Liedern der Bembelsänger sorgten Jo und Hartmut für einen stimmungsvollen musikalischen Ausklang, bei dem die Haßlischer Narren bekundeten, dass auch das neue Sitzungsformat in der heimeligen „Gut Stubb“ bestens gelungen war und man sich auf eine Wiederholung im nächsten Jahr freut.

Friedel Roosen