Rüsselsheim. Das große Engagement einer Rüsselsheimerin und eines Rüsselsheimers hat sich bis nach Wiesbaden rumgesprochen. Die Landesregierung zeichneten Antje van Klev und Peter Scholtysik wegen besonderer und langjähriger ehrenamtlicher Arbeit im Justiz- und Rechtswesen und sowie für die hessische Gerichtsbarkeit mit dem Ehrenbrief des Landes Hessen aus. Im Rahmen einer Feierstunde im Rüsselsheimer Rathaus überreichte Oberbürgermeister Udo Bausch die Auszeichnungen.

„Beide sind vielfältig und langjährig ehrenamtlich tätig sowie gesellschaftlich und politisch aktiv. Sie erfüllen die Kriterien weit über die Maße hinaus und haben sich damit in besonderer Weise um unser Gemeinwohl verdient gemacht“, hob Bausch in seiner Laudatio hervor.

Antje van Klev ist seit 2002 als ehrenamtliche Richterin am Arbeitsgericht Darmstadt tätig. Damit einher gehen über zwanzig Jahre Engagement und Erfahrung als Personal- und Betriebsrätin im GPR Klinikum. So bringt sie vielfältiges Wissen über Betriebsabläufe und Auseinandersetzungen zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern mit ein und bereichert die arbeitsrechtliche Gerichtsbarkeit um praktische Erfahrungen und vielseitige Fragestellungen, die im Zusammenhang mit dem Arbeitsverhältnis stehen. „Mir wurde bestätigt, dass Sie eine gerne gesehene und angesehene ehrenamtliche Richterin sind. Damit sind Sie nicht nur Teil der demokratischen Kontrolle der Justiz, sondern Sie tragen gleichzeitig dazu bei, dass Entscheidungen in der Bevölkerung nachvollziehbarer und dadurch akzeptierter werden“, dankte ihr Bausch.

Peter Scholtysik wurde für seine Tätigkeit als stellvertretender Ortsgerichtsvorsteher am Ortsgericht in Bauschheim ausgezeichnet. „Mit Peter Scholtysik freue ich mich als Oberbürgermeister besonders. Er war über dreißig Jahre in der Verwaltung tätig und bis 2011 in leitender Position für das reibungslose Funktionieren der Rüsselsheimer Verwaltung verantwortlich“, erklärte Udo Bausch. Insgesamt habe Scholtyksik über 32 Jahre am Ortsgericht ehrenamtlich einen großen Dienst für die Allgemeinheit geleistet. Anders als der Name es vermuten lässt, wird in den Ortsgerichten jedoch kein Recht gesprochen. Vielmehr sind sie Hilfsbehörden der Justiz und Partner für viele persönliche Angelegenheiten. Ihnen obliegen verschiedene Aufgaben auf dem Gebiet der freiwilligen Gerichtsbarkeit und des Schätzwesens. Dem Gesetz nach dürfen zu Ortsgerichtsmitgliedern nur Personen berufen werden, die allgemeines Vertrauen genießen. „Und da kann ich mir kaum einen anderen vorstellen, auf den diese Anforderung so gut passt, wie auf Sie“, lobte Bausch den Ausgezeichneten.

Der Feierstunde wohnten zahlreiche Familienangehörige, Freundinnen und Freunde sowie Weggefährtinnen und -gefährten bei. Dazu gehöhrten auch Vertreterinnen und Vertreter der Landes-, Kreis- und Stadtpolitik sowie der Justiz, der Gewerkschaften und der Arbeitgeber. Musikalisch umrahmt wurde die Ehrung von Carsten Schneider (Gitarre) und Andrey Zaychikov (Saxophon).

Silke Fey
Stadt Rüsselsheim am Main