Der Röderhofladen – Foto: Ekkehard Schenk

Etwas versteckt liegt er schon, der Röderhof der Familie Metzger. Denn wer in Trebur den Röderhof sucht, um im Hofladen direkt beim Bauern einzukaufen, der muss sich vorher genau informieren, wo es langgeht. Wenn man den Hof dann gefunden hat, dann kommt man aus dem Staunen nicht mehr heraus. Denn hier scheint die Welt noch in Ordnung. Etwa 30 bis 40 Galloway-Rinder stehen im Schatten am Rande der großen Weide und man merkt es geht ihnen gut. Andere Rinder findet man vergeblich, denn die sehr gutmütigen Rinder der Galloways sind nicht hochgezüchtet. Hier legt man vielmehr Wert auf eine 1A-Fleischqualität. Und das fängt eben bei der Tierhaltung an, geht über die  Auswahl der richtigen Rasse bis hin zum Verzicht auf Gentechnik oder Einsatz von Antibiotika. Das Ergebnis ist ein sehr feines, gesundes und wohlschmeckendes Fleisch. Aber auch 30 Hühner findet man auf dem Röderhof, die ausreichend Platz und Auslauf haben. Und wenn man den Blick über die Weideflächen schweifen lässt dann entdeckt man außer der eigentlichen Weidefläche Streuobstwiesen, Hecken, Magerrasen, ein Insektenhotel, Hasen und Nistmöglichkeiten für Vögel. Auch ein Storch hat sich hier niedergelassen. Alles hängt hier zusammen, so Doris Metzger. „Wenn man einen Bio-Betrieb überzeugend führen will dann gehört das einfach alles dazu.“ Neben Rindern und Hühnern bekommen die Metzgers noch Wild von drei Jägern geliefert, Lamm, Schwein und weiteres Geflügel beziehen sie von einem befreundeten Bio-Hof. Geschlachtet wird außer Haus, verarbeitet wird das Fleisch jedoch in der hauseigenen Metzgerei. Und kaufen kann man Fleisch und Wurst sowie auch Käse dann Donnerstag bis Samstag im eigenen Hofladen. In zwei Kühltheken kann man hier Fleisch, Wurst und Käse auswählen. Aber auch Getränke, Obst- und Gemüse sowie Molkereiprodukte sind im Angebot. Alles selbstverständlich in Bio-Qualität.

Seit 2001 wurde der Hof auf einen Bio-Betrieb umgestellt und 2004 kam der Hofladen dazu. Und Doris Metzger und ihr Mann haben es bis heute nicht bereut. Ganz im Gegenteil, den Alltag nachhaltig zu gestalten war ihnen schon immer ein Anliegen. Und somit haben die beiden sich in gewisser Weise einen Traum verwirklicht. Und das merkt der Besucher.

Ekkehard Schenk