Ginsheim. Die traditionelle Radtour am Tag der Arbeit führte die RSG-Freizeitradler in diesem Jahr von Ginsheim zum Gelände des ehemaligen Safarilands, eines Tier- und Freizeitparks, der von 1970 bis 1990 in der Gemeinde Wallerstädten bestand. Bei bestem Radwetter machten sich die 15 Teilnehmer auf die rund 30 km lange Rundtour.

Am Eingang des ehemaligen Safarilands angekommen, gab Organisator Thomas Bayerl einige interessante Einblicke in die bewegte Geschichte des Parks, den man in den frühen 1970er Jahren -ähnlich einer echten Safari- noch mit dem Auto befahren durfte. Wilde Tiere wie Tiger, Löwen und Zebras konnten so aus dem eigenen Auto heraus beobachtet werden. Der Tierpark wandelte sich dann aber zu einem begehbaren Freizeitpark mit Fahrgeschäften und Shows und war auf seinem Höhepunkt auch über den Kreis Groß-Gerau hinaus ein beliebtes Ausflugsziel. Die hohen Investitionen für die Fahrgeschäfte zahlten sich letzlich jedoch nicht aus und so musste das Safariland 1990 aus finanziellen Gründen geschlossen werden.

Die RSG-Freizeitradler machten sich auf dem ehemaligen Parkgelände auf die Suche nach Spuren dieser bewegten Geschichte. Bis auf einige Betonreste von Zaunfundamenten und Gebäuden, die 1990 von der Stadt Groß-Gerau abgerissen wurden, ist jedoch nichts mehr sichtbar. Einzig das Restaurant ist erhalten geblieben und dient nun einem Tennisverein als Vereinsgaststätte. Der Löwe, einer der letzten Wildtiere des Parks, zog nach der Schließung bereits in den 1990er Jahren ins Tierheim Rüsselsheim um. So machten sich die Radsportler auch ohne Sichtung eines exotischen Wildtiers wieder auf die Heimfahrt nach Ginsheim. Nach der Rückkehr verbrachten die Freizeitradler den Mittag dann gut gelaunt bei leckeren Salaten und kühlen Getränken an der Sporthalle.

Thomas Bayerl