Rüsselsheim. Wie jedes Jahr bot die Rüsselsheimer Sektion im Deutschen Alpenverein eine anspruchsvolle Wanderung in zwei Varianten an. Es galt, 30 Kilometer über 1.000 Höhenmeter zu bewältigen. Dazu fühlten sich 11 Teilnehmer in der Lage. Für die kürzere Alternativstrecke über 20 Kilometer fanden sich 10 Wanderer ein. Die beiden Strecken führten durch den, in frischem Grün erscheinenden, Binger Wald. Beide Gruppen starteten am Forsthaus Jägerhaus, wobei es für die Schlauchtouristen bereits morgens um 7 Uhr losging. Die alternative Tour begann dagegen erst um 9 Uhr.

Die Wanderer der Schlauchtour schlugen einen weiten Bogen über den Salzkopf, den Franzosenkopf und weiter bis zum Gerhardshof. Bei Sonnenschein wurde hier die Mittagsrast auf einer Wiese eingelegt.  Die beiden Gruppen trafen hier ungeplant aufeinander und verbrachten etwas Zeit miteinander, bevor es dann weiter zum Ziel ging.

Höhepunkte auf beiden Touren waren der Weg durch das wildromantische Morgenbachtal, der Ausblick auf den Rhein vom Schweizerhaus und der Aufstieg durch die Kreuzbachklamm, die als alpiner Steig bezeichnet wird. Eine Eisenleiter und Eisenklammern am Felsen sorgen hier tatsächlich für alpines Feeling. Die Hängebrücke auf dem Erlebnispfad Bingen, die Mauerreste der Villa Rustica und die Steckeschlääferklamm boten noch viel Abwechslung auf dem Weg zum Zielpunkt. Diesen erreichten beide Gruppen gutgelaunt und ließen im Jägerhaus bei der Schlussrast den Wandertag gemeinsam ausklingen, bevor man sich auf die Heimfahrt machte.

Wolfgang Bohrmann