RÜSSELSHEIM – „Ein Schmuckstück mit Seltenheitswert“, so die Werbung für die Mehlinger Heide. Sie ist eine der größten Heidelandschaften Süddeutschlands und am Tor zum Pfälzerwald bei Mehlingen, Ortsteil von Enkenbach-Alsenborn gelegen. 50 Wanderer der SG Eintracht lernten das Natur- und Vogelschutzgebiet, das noch bis kurz vor der Jahrtausendwende Truppenübungsplatz war, am letzten Sonntag kennen. Bei überwiegend leichter Bewölkung und erträglichen Temperaturen war es ein Genuss, zunächst am Rande der Heide durch ein kräftig grünes Waldstück und dann durch das weitläufige Terrain zu wandern. Von den naturbelassenen Sandwegen aus, die nicht verlassen werden durften, bot sich ein Blick auf die typische Vegetation mit Sträuchern, Gräsern, Sandflächen, Moosen und Heidekraut und in der Ferne auf den Donnersberg. Nach über acht Kilometern unter den Sohlen und zweieinhalb Stunden war man wieder zurück am Ausgangspunkt, wo die wenigen Teilnehmer der kleinen Tour bereits warteten. Danach lotsten die Ausrichter, Marlene und Dieter Doll, die gut gelaunte Gruppe zur Stärkung nach Dannenfels in den „Kastanienhof“, wo Pfälzer Spezialitäten der Renner waren.

Herbert Schuster