RÜSSELSHEIM – Rüsselsheim hat einen der größten Waldanteile in der Region. Auf der Rüsselsheimer Gemarkung gibt es 2.000 Hektar Wald, davon gehören 800 Hektar der Stadt. 64 Hektar hat die Stadt bereits aus der Waldbewirtschaftung, das heißt der Rohstofferzeugung Holz, herausgenommen. Nun kommen weitere 15 bis 20 Hektar im „Robiger“, einem Waldbereich zwischen dem Parkplatz am Rüsselsheimer Waldweg und der Raunheimer Anna-Frank-Schule, hinzu. Dieser Waldbereich zeichnet sich vor allem durch bis zu 180 Jahre alte Eichen und Buchen aus. Hier bleiben nun tote Bäume stehen und umgestürzte liegen und bieten Lebensraum für Tiere. Wenn nötig werden die Waldflächen auch verjüngt. Entweder samen sich Eichen selbst aus oder es werden Bäume nachgepflanzt. „Wir hegen, pflegen und schützen den Wald“, machte Reinhard Ebert, Leiter des Bereichs Umwelt und Naturschutz, deutlich. Gemeinsam mit Revierförster Oliver Burghardt entwickelt Ebert die Waldflächen weiter. Sie legen dabei einen Schwerpunkt auf Eichen, weil diese im Gegensatz zu Kiefern besser mit Hitze und Trockenheit zurechtkommen. „Die Eiche ist die wärmeliebende Baumart schlechthin“, sagte Ebert. Außerdem werden sie beobachten, ob sich südländische Bäume wie Flaumeichen, Baumhasel und Esskastanien im Rüsselsheimer Wald gut entwickeln.

Die Strategie der Stadt zum Waldumbau erläutert Stadtrat Kraft: „Die Stadt reagiert einerseits auf Veränderungen, die der Klimawandel mit sich bringt. Andererseits werden Waldflächen bewusst erhalten, die durch ihren Baumbestand mit alten Eichen und Buchen einen besonderen ökologischen Wert haben. Dadurch fördern wir die große Naherholungsqualität des Waldes für unsere Bürgerinnen und Bürger.“

Magistrat der Stadt Rüsselsheim am Main
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