RÜSSELSHEIM – Für die drei Pilzexkursionen des Fachbereichs Umwelt und Planung gibt es noch freie Plätze. Die Stadt Rüsselsheim am Main lädt hierzu am kommenden Freitag (11. Oktober) um 13.30 Uhr und Samstag (19. Oktober) um 10 und um 14 Uhr ein. Der Pilzsachverständige Dieter Gewalt wird die Aufgabe der Pilze im Wald erklären und auch auf die aktuellen Wetterveränderungen eingehen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten so Einblicke in die Komplexität des Ökosystems Wald mit den Wechselwirkungen zwischen Boden, Mikroorganismen, Pilzen, Pflanzen und der Tierwelt.

Für die Bestimmung von Speisepilzen ist außerdem die Unterscheidung von giftigen oder ungenießbaren Doppelgängern unabdingbar, manchmal sogar lebensnotwendig. Wenn man Pilze bestimmen will, ist es eine der wichtigsten Übungen, genau deren Merkmale zu beobachten.

Pilze sollte man immer in einem Korb sammeln, damit sie luftig liegen. Denn sie bestehen zum größten Teil aus Eiweiß, das sich besonders rasch zersetzt, deshalb keine Plastik- oder Stoffbeutel benutzen. Man sollte außerdem nur solche Pilze sammeln, die eindeutig erkannt werden. Alte, weiche, vermadete, unansehnliche oder schimmelige Pilze lässt man am besten direkt im Wald. Von unbekannten Pilzen sollte man nur einzelne Exemplare mitnehmen, am besten in einem getrennten Korb, und sie von Fachleuten bestimmen lassen. Es ist wichtig, die Pilze vorsichtig aus dem Boden zu drehen, damit die Stielbasis erhalten bleibt. Sie ist ein wichtiges Bestimmungsmerkmal. Alle eindeutig als essbar bestimmten Arten können auch knapp über dem Boden abgeschnitten werden. Es empfiehlt sich, die Pilze im Wald von Nadeln, Blättern und Humusresten zu reinigen. Dazu eignen sich gut ein kleines Bürstchen oder ein fester Pinsel. Die schleimige Huthaut sollte man vor Ort schon abziehen und madige Stellen wegschneiden. Alles was im Wald geputzt wird, verunreinigt die Pilze im Korb nicht und erleichtert die Arbeit zuhause.

Wichtig ist, dass die Pilze möglichst schnell verarbeitet und verzehrt werden. Optimal für eine kurzfristige Lagerung ist ein kühler, luftiger Ort, wo die Pilze ausgebreitet liegen können. Vor der Zubereitung werden Pilze trocken geputzt und nicht gewaschen. Beim Waschen würden sich die „Schwammerl“ – wie Pilze in Bayern auch heißen – mit Wasser vollsaugen und so unter Umständen das ganze Pilzgericht verwässern.

Zu den Exkursionen können sich Interessierte telefonisch unter 06142 83-2184, per Fax an 06142 83-2190 oder per E-Mail an veronika.greiner@ruesselsheim.de anmelden. Der Teilnahmebeitrag von sieben Euro wird vor Ort eingesammelt. Der Treffpunkt wird nach der Anmeldung mitgeteilt.

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