HOFHEIM – Der Betrieb auf der Baustelle für die Neue Stadtbücherei in Hofheim nimmt weiter Fahrt auf. Die Hofheimer Wohnungsbau GmbH (HWB) rechnet in Kürze mit dem Eintreffen des Bohrgeräts. Dieses wird benötigt, um den sogenannten Berliner Verbau zur Sicherung der Baugrube in Richtung Pfarrgasse und Elisabethenstraße zu erstellen. Parallel  starten die Erdarbeiten. Am Montag, 14. Oktober, war daher der richtige Zeitpunkt für die symbolische Grundsteinlegung. Bis 2021 entsteht das mehrteilige Gebäudeensemble, das nicht nur das neue Zuhause der Hofheimer Stadtbücherei, sondern auch für das Stadtarchiv und die Taunus Sparkasse sein wird. Darüber hinaus entstehen weitere Gewerbe- und Wohnflächen.

Während der Feierstunde vor dem Kellereigebäude sprach Bürgermeister und HWB-Aufsichtsratsvorsitzender Christian Vogt von einem historischen Moment für die Entwicklung der Hofheimer Innenstadt: „Wir gestalten nicht nur den zentralen Platz im Herzen unserer Stadt neu, wir schaffen auch einen Anlaufpunkt für Hofheimerinnen, Hofheimer und Gäste, der zukunftsweisend ist. Es wird ein Ort für neue Ideen, aber auch für alltägliche Dienstleistungen und erholsame Freizeitgestaltung sein.“ Die Neue Stadtbücherei sei für die Stadt Hofheim ein herausragendes Projekt und eine große Herausforderung mit vielen Aspekten. „Deshalb waren auch die vielen Hinweise der Bürgerinnen und Bürger und deren aktive Teilnahme im Planungsprozess so wertvoll und wichtig.“

HWB-Geschäftsführer Norman Diehl ergänzte: „Wir freuen uns, als städtisches Wohnungsbauunternehmen das Gesicht der Stadt an dieser herausragenden Stelle mitgestalten zu dürfen. Wir sind davon überzeugt, dass sich die Hofheimerinnen und Hofheimer, aber auch die Nutzer in den Gebäuden wohlfühlen werden.“ Die neue Stadtbücherei schließe eine bauliche Lücke in der Innenstadt und werde gemeinsam mit dem Stadtarchiv und der Taunus Sparkasse die Aufenthaltsqualität und die Vielfalt des Angebots rund um den Kellereiplatz weiter steigern.

Der Entwurf für die Gestaltung des Areals stammt von „Gottstein & Blumenstein Architekten BDA“. Das Auswahlgremium hat sich auch deshalb für die Idee des Darmstädter Büros entschieden, weil sie einen vermittelnden Übergang von der modernen Architektur des Chinon Centers zu historischen Gebäuden der Altstadt darstellt. Zudem sorgt die verbundene Kleinteiligkeit des Ensembles für reichlich natürliches Licht innerhalb der neuen Gebäude.

Hofheimerinnen und Hofheimer werden ihr Leseinteresse künftig auf einem neuen Level bedienen können. Die neuen Räumlichkeiten der Stadtbücherei bieten neben der klassischen Ausleihe mit den entsprechenden Themenbereichen weitere Möglichkeiten zur literarischen Inspiration – etwa in Gruppenlern- und Kreativräumen. Weiterhin werden die Stichworte Aufenthaltsqualität und technische Ausstattung für die Einrichtung eine bedeutende Rolle spielen. In der barrierefreien Bücherei soll neben der Lust am Lesen auch die Medienkompetenz – insbesondere junger Menschen – gefördert werden. Ein Café und ein Lese- und Kulturgarten runden das Angebot ab.

Die Hüter der Hofheimer Geschichte agieren im Stadtarchiv auf mehreren Ebenen. Im Untergeschoss sind Magazin und Zwischenlager untergebracht – in diesem werden neu ins Stadtarchiv abgegebene Bestände gereinigt, sortiert und umgebettet. Im vollklimatisierten Magazin müssen sich Luftfeuchtigkeit und Temperatur immer in einem bestimmten Bereich bewegen, denn hier lagern die fertig behandelten Archivalien und geben Auskunft über die vielfältige Geschichte Hofheims und seiner Stadtteile. Es ist besonders erfreulich, dass die Präsenzbibliothek des Stadtarchivs, in der man u. a. Publikationen zur Stadt-, Landes- und Bundesgeschichte, Festschriften und Veröffentlichungen Hofheimer Bürger findet, einen eigenen Bereich auf der Fläche der Stadtbücherei erhält. Hier ist sie zukünftig für jedermann frei zugänglich. Im Obergeschoss des Gebäudes an der Pfarrgasse sind zwei Büros untergebracht, welche barrierefrei mit Magazin und Zwischenlager verbunden sind. Auch Nutzer des Archivs finden hier einen Arbeitsplatz um Archivalien einzusehen und sich persönlich der Stadtgeschichte anzunehmen.

Für die Taunus Sparkasse, als die gemeinsame Sparkasse des Main-Taunus-Kreises und des Hochtaunuskreises, ist klar: Sie ist in den Kreisstädten vertreten. Von ihrem bisherigen Standort in Hofheim zieht sie an den Kellereiplatz. Die neue Wirkungsstätte wird der Ort für Bankgeschäfte für die Hofheimer Bürgerinnen und Bürger. Auf insgesamt drei Stockwerken deckt die Taunus Sparkasse das gesamte Angebot ab: Filiale, Gewerbekunden- und Firmenkundenbetreuer, Private Banking, Berater für Baufinanzierung und Fördermittel, die Sparkassenversicherung und LBS-Immobilienspezialisten werden unter einem Dach vereint sein. Wenn der Neubau fertig gestellt ist, werden so insgesamt rund 60 Beraterinnen und Berater für ihre Kunden da sein – mehr als je zuvor in Hofheim.

Interessierte können den Baufortschritt auf der Website der HWB unter www.hwb-hofheim.de in kurzen Zeitrafferfilmen verfolgen. Auch gibt es die kostenfreie Service-Nummer 0800 / 3304471 und die Service-E-Mail-Adresse stadtbuecherei@hwb-hofheim.de für Fragen zu dem Projekt.

Magistrat der Kreisstadt Hofheim am Taunus
Team Presse- und Öffentlichkeitsarbeit