RÜSSELSHEIM – Nach einjähriger Pause fand wieder eine Jahresabschlussfahrt der Sektion Rüsselsheim im Deutschen Alpenverein mit Ziel Limburg statt.
Von der Wettervorhersage mit Regenschauern ließen sich 26 Teilnehmer nicht abschrecken. Die erste Etappe führte zur hoch über der Lahn auf einem Kalksteinfelsen schroff aufragende Stiftskirche St. Lubentius in Dietkirchen. Die Anfänge des ersten steinernen Kirchenbaus gehen auf das Jahr 730 zurück. Mit den beiden Doppeltürmen und den späteren Erweiterungen erhebt sich die Stiftskirche vom Lahnuferweg aus gesehen imposant auf exponierter Lage. Nur von kurzen Schauern unterbrochen konnten die Alpinisten von hier die Aussicht auf Lahn und Umland genießen.

Dann ging es bergab auf den Landradweg, dem die Gruppe zu Fuß bis zur alten Lahnbrücke in die Altstadt folgte. Auf einem Teil des Weges wurden die Wanderer von einem Feuerwerk überrascht, eine willkommene Abwechslung. An der Brücke angekommen wurde die anschließende Freizeit bis zum Start der Stadtführung gerne zu einem Cafébesuch genutzt.

Zu der Führung, die wegen der engen Gassen in zwei Gruppen durchgeführt wurde, traf man sich am „Ritter Hattstein Brunnen“ wieder. Einen ersten Überblick über die Altstadt gewährte ein Bronzerelief. Danach erfuhren die Teilnehmer viele Details über die zahlreichen Fachwerkhäuser, die  im 2. Weltkrieg glücklicherweise nicht zerstört wurden. Zum Abschluss wurde noch der Dominnenraum besichtigt, wo man sich vom Wohlklang der zur Glockenweihe aufgestellten Glocke überzeugen konnte.

Bei der Schlussrast im historischen Gasthaus „Burgkeller“ gab es nicht nur leckere Speisen, einige Sektionsmitglieder machten auch schmerzhafte Erfahrungen mit den niedrigen Deckenbalken. Auf diese Weise erfuhren sie etwas über die Nachteile sehr alter Gebäude.

Zurück im Bus ließen die Teilnehmer den Tag Revue passieren und freuten sich über den gemeinsam erlebten abwechslungsreichen Ausflugstag.

Gabi Velthaus