KRIFTEL –  „Sicher kennen viele Schüler das: Sie passen in der Schule auf, üben zuhause, was der Lehrer aufgegeben hat und lernen für die Klassenarbeit. Und dann passt die Note nicht zu dem, was man sich vorstellt“, weiß Lehrerin Kathrin Hein. Mit der Klasse R 6 c machte sie jetzt anschulich, wie man Lernen lernen kann.

Zwar haben sich die Schülerinnen und Schüler der Klasse R 6 c bereits im ersten Schuljahr an der Weingartenschule damit befasst, was Lernen bedeutet und welche Tipps und Tricks es gibt, um Erfolg zu haben und Ziele zu erreichen, doch war es nun an der Zeit, dieses Wissen aufzufrischen und zu erweitern. „Lernen macht eigentlich Spaß und es fühlt sich gut an, wenn man stolz auf seine Leistung, seine Anstrengung, aber auch seine Note sein kann“, stellte Schülerin Loena fest.

Arbeitsplatz, Pausen, Struktur, Markierungen, Zeitfenster, Assoziationsketten, Mindmap, szenisches Gestalten, Standbilder, Begriffe verankern – mit diesen Dingen beschäftigten sich die Schüler. “Je mehr Zugänge wir aktivieren, desto besser wird Neues im Gehirn verankert. Wir wollten diese Zugänge aber auch erfahren und ausprobieren: Daher haben wir eine Lerntypbestimmung durchgeführt, um das Lernen zu optimieren“, so Hein.

Zunächst sollten die Schüler sich selbst schriftlich einschätzen, dann folgte ein Test, bei dessen Durchführung die Schüler mithelfen sollten: Der Test bestand aus vier Einzeltests, in denen Lesen, Hören, Sehen und Anfassen wichtig waren. Danach verglichen die Schüler das Testergebnis mit der Einschätzung am Anfang des Tests und leiteten sie daraus Tipps für das Lernen, die auf den jeweiligen Lerntyp abgestimmt sind, ab. „Nun gilt es, das Gelernte umzusetzen und Lernprozesse zu initiieren, indem man es einfach tut, bis man es kann“, so die Lehrerin, die sich über das große Interesse und Engagement der Schüler freute.

Pressestelle der Gemeinde Kriftel