KASTEL – Turnusmäßig konnte der Vorsitzende Rainer Schuster vom Ortsverband Wiesbaden der Eisenbahn- und Verkehrsgesellschaft auch die Jubilare zur Mitgliederversammlung im Kasteler Bürgerhaus am 29.11 begrüßen. Nach einem detaillierten Bericht zur Geschäftsführung mit erbrachten Aktivitäten durch den Vorsitzenden, referierte Ehrengast Lars Kreer (Geschäftsführer der EVG Mainz). Viel Lob erhielt der Ortsverband Wiesbaden mit seinen 550 Mitglieder für ihr Engagement. Gelebte Solidarität in der Gewerkschaft verkörpern die Jubilare, die seit ihrer Ausbildung bereits Gewerkschaftsmitglied sind, stellte der Laudator hervor. Ein umfassenden Rückblick über die Bahngeschichte folgte mit viel akribi, die vor 180 Jahren begann. Management-Fehler, die Unzulässigkeit, Unpünktlichkeit, schlechte Verbindungen auslösen, stand im Fadenkreuz der Kritik mit den verloren Grundsatz der Eisenbahnfamilie: „Das Rad muss rollen!“ An die Politik gehörte die Mahnung: „Es gibt keinen umweltfreundlicheren Verkehrsträger als die Bahn. Deshalb braucht es ein Umdenken in der Gesellschaft und auch in der Politik“, galt der Appell. Die AFD sei weder sozial noch ein Freund der Arbeitnehmer. Im Wahlprogramm stehe die Rente zukünftig bei Erreichen einer Lebensarbeitszeit von bis zu 45 Jahre, statt wie bisher vom Lebensalter abhängig zu gewähren. Dies würde bedeuten Rente mit 69, 73, 75, kann für viele Berufstätige Realität werden, argumentierte Kreer. Das Gewerkschaftsziel lautet dagegen für politische, wirtschaftliche und soziale Stabilität zu streben. Zum Abschluss wurde der US-Präsident Franklin D. Roosevelt (1933 – 1945) zitiert. In seiner Präsidentschaft gab es innenpolitische Reformen zur Bekämpfung der Weltwirtschaftskrise „Wenn ich in einer Fabrik arbeiten würde, würde ich zuerst in die Gewerkschaft eintreten.“ Folgende treue Jubilare wurden gebührend mit Urkunde, Ehrennadel und Weinpräsente ausgezeichnet: 25 Jahre: Remo Walter, 40 Jahre: Klaus Blatt, Reinhold Fuhrmann, Michael Ganns, Michael Gill, Erik Henke, 50 Jahre: Vladimir Bosnjak, Gerold Dötsch, Ludwig Heinz, Günter Kober, Wolfgang Rick, 60 Jahre: Franz Josef Fendel, Hans Georg Friedrich, Eugen Kleisinger, Reinhard Mondel, Klaus Stahl, Hans Günther Wiesbauer, 65 Jahre: Günter Kettelhöhn, Ewald Mertins, 70 Jahre: Gustav Schober.

Herbert Fostel