RÜSSELSHEIM – Oberbürgermeister Udo Bausch gratulierte gemeinsam mit Landrat Thomas Will und Stadtrat Borislav Fistric Elisabeth Wernet zu ihrem 100. Geburtstag. Der Rathauschef lobte sie dafür, wie sie als Diplom-Bibliothekarin die Rüsselsheimer Stadtbücherei maßgeblich weiterentwickelt hat. Sie war ab Mitte der fünfziger Jahre fast 30 Jahre lang Leiterin der Stadtbibliothek. Die Nutzerinnen und Nutzer hatte sie dabei stets im Blick und wandelte deswegen die bisherige Bibliothek in eine Freihandbibliothek um. War es zuvor noch üblich, dass Angestellte Bücher aus dem Bestand auswählten und an einem Tresen ausgaben, so können die Nutzerinnen und Nutzer seither selbst Bücher auswählen. Bausch hob hervor, dass gerade in einer stark wachsenden Stadt wie Rüsselsheim ein niedrigschwelliger Zugang zu Büchern und Bildung, wie ihn auch Wernet verfolgt hat, sehr wichtig war.

In den 50er Jahren war die Bibliothek noch in der Stadthalle untergebracht, in den 1960er Jahren zog sie auf das Gelände der Max-Planck-Schule. Um den zahlreichen Nutzerinnen und Nutzern eine größere Auswahl anbieten zu können, stand noch ein weiterer Umzug in das heutige Domizil am Treff an. Diesen bereitete Wernet ebenfalls mit vor.

Auch nach Ausscheiden aus dem Arbeitsleben blieb die Diplom-Bibliothekarin eine treue Nutzerin der Bücherei, die für ihre Herzlichkeit bekannt war. Über das Projekt „Bücher auf Rädern“ versorgt sie nun Marion Kurz in der Pflegeresidenz Am Friedensplatz mit Lesefutter, das ihr Bekannte vorlesen.

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