HOFHEIM – Rechtzeitig vor Weihnachten hat das Autorenteam des 2018 gegründeten Historischen Arbeitskreises Hofheim das Buch nach fast zweijähriger Arbeitszeit fertigstellen können und hofft damit ein informatives und unterhaltsames Lese-und Bilderbuch – somit ein perfektes Geschenk – geschaffen zu haben.

Zur Vorgeschichte:
Bereits 1993 wurde im Rathausfoyer eine Ausstellung zur Gebäude- und Geschäftsentwicklung in der Hauptstraße gezeigt. Der zeitliche Rahmen umfasste Aufnahmen von 1900 bis 1993. Im Anschluss daran entstand ein Büchlein in einer Auflage von 100 Stück. Bereits nach kurzer Zeit war es vergriffen. In den folgenden 25 Jahren wurde diese wichtigste Straße in der Hofheimer Innenstadt immer wieder zum Gegenstand von Analysen, Forschungen und Forderungen, z.B. nach einer verkehrsberuhigten Zone, Förderung der oberen Hauptstraße und immer wieder griff man auf das Büchlein zurück. Doch die Fluktuation im Bereich der Einzelhandelsgeschäfte erfolgte immer schneller. Auch das Warenangebot unterlag stetigen Veränderungen. So war es 2018 wieder einmal an der Zeit eine Bestandsaufnahme zur Hauptstraße anzufertigen. Zuerst entstand vom Stadtarchiv aus und mit Hilfe einiger Mitglieder des 2018 neugegründeten Historischen Arbeitskreises Hofheim (HAH) eine Fotoausstellung zu ausgewählten Häusern und zu deren Geschichte mit neuen „alten“ Fotos und ergänzenden Texten. Das war der erste Schritt zu dem Plan einer großen Aufarbeitung aller 79 Hausgeschichten.

Entstehungsgeschichte:
In der entstanden Arbeitsgruppe des HAH, mit Stadtverordnetenvorsteher Andreas Hegeler als Sprecher, kristallisierten sich schnell die einzelnen Themen heraus, die einer besonderen Bearbeitung bedurften. Das Buch besteht deshalb aus zwei Teilen. Zum einen aus einer Sammlung von Aufsätzen zur Hauptstraße und zum anderen aus den Beschreibungen der Häuser. Diese beinhalten: Erbauungsdatum, Erbauer, erste Bewohner, Ladenbetreiber, Geschäftsart usw. Mitte 2019 wurde die Erhebung beendet.

Bis zur Fertigstellung des Buches mussten von den Autoren*innen unzählige Gespräche mit den Geschäftsinhabern, den Hausbesitzern und Mietern geführt werden. Dies war nicht immer einfach, besonders wenn das, was man wissen wollte, schon länger zurück lag. Hier konnte man meist im Bestand des Stadtarchives – besonders dem des Zeitungsarchives – fündig werden. Doch genauso oft stellte die Arbeitsgruppe fest, dass es ebenso schwer war die jüngste Vergangenheit zu rekonstruieren.

Selbstverständlich mussten auch Überprüfungen anhand von anderen Quellen erfolgen, die dann wiederum Korrekturen nach sich zogen. In einigen Fällen war eine genaue zeitliche Datierung überhaupt nicht mehr möglich. Da half auch die Sichtung zahlloser Archivalien im Stadtarchiv und in anderen Archiven nicht weiter. Im Zweifel musste zur Klärung auch innerhalb der Stadtverwaltung um Hilfe gebeten werden. Zu den wichtigen Quellen gehörten jedoch alte Adressbücher, das Zeitungsarchiv sowie das Fotoarchiv im Stadtarchiv.

Das gesamte Buch entstand auf ehrenamtlicher Basis. Allen Autoren*innen gilt deshalb ein großer Dank. Den Überblick behielt Wilfried Wohmann, der dabei von Roswitha Schlecker unterstützt wurde, die neben ihrem eigenen schriftlichen Beitrag für die Klärung von Details zuständig war, die immer wieder – praktisch bis zum Schluss – auftauchten. Unterstützt wurden beide wiederum von Matthias Bartsch. Die aktuellen Aufnahmen der (nicht mehr 79) Hausnummern fertigte Heiko Schmitt und Reiner Scholz ging mit dem „2. Blick“ durch die Hofheimer Hauptstraße.

Ein besonderer Dank gilt der Geduld und Sorgfalt des Grafiker Wolfgang Röhrig, der mit seiner kostengünstigen Arbeit die Realisation mitermöglichte und der RMG Druckerei aus Hofheim-Wallau für den sorgfältigen und im Preis entgegenkommenden Druck.

Ohne die finanzielle Hilfe der Sponsoren wäre jedoch der Druck nicht möglich gewesen. Deshalb sei an dieser Stelle der Anneliese und Hubert Schullenberg Stiftung, dem Förderkreis Stadtmuseum e.V. und Ralf Weber ganz besonders gedankt.

Zum Buch in Kürze:
Das Buch umfasst 176 Seiten mit 232 historischen und aktuellen Fotografien. Der Leser findet darin Aufsätze zu verschiedenen Ereignissen in der Geschichte dieser Straße sowie ihrer wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bedeutung. Der Hauptteil umfasst 79 Gebäudebeschreibungen, entsprechend der 79 Hausnummern der Hauptstraße. Neben den Beschreibungen über die Bau- und Nutzungsgeschichte der Häuser finden sich zu jedem Gebäude historische und aktuelle Aufnahmen und natürlich zu den Veränderungen der Straße selbst.

Autoren: Matthias Bartsch, Dr. Manfred Becht, Dr. Stefan Hauck, Renate Hofmann, Peter Kolar, Roswitha Schlecker, Heiko Schmitt, Reiner Scholz, Ingrid Schulz, Dr. Dieter Reuschling, Ralf Weber, Wilfried Wohmann
Aktuelle Fotografien: Heiko Schmitt
Historische Fotografien: Stadtarchiv Hofheim
Druck: RMG Druck Hofheim-Wallau
ISBN 978-3-933735-56-0

Herausgegeben: im Auftrag des Magistrats der Stadt Hofheim am Taunus – Stadtmuseum/Stadtarchiv – von Roswitha Schlecker in Zusammenarbeit mit dem Historischen Arbeitskreis Hofheim der Bürgervereinigung Hofheimer Altstadt e.V.

Das Buch ist der 23. Band der Schriftenreihe „Beiträge zur Kultur- und Stadtgeschichte“ des Stadtmuseums Hofheim.

Das Buch „Hauptstraße Hofheim am Taunus – Eine Straße verändert ihr Gesicht“ kann für 20 Euro im Stadtmuseum Hofheim erworben werden. Davon gehen zwei Euro an die Bürgervereinigung Hofheimer Altstadt e.V. Das Geld fließt in die Sanierung des Altstadthäuschens in der Bärengasse. Auch eine telefonische Bestellung oder eine per E-Mail mit Portozuschlag ist möglich.

Stadtmuseum Hofheim am Taunus
Burgstraße 11
65719 Hofheim am Taunus
Tel.: 06192/90 03 05
E-Mail: stadtmuseums@hofheim.de

Di. 10 – 13 Uhr, Di. – Fr. 14 – 17 Uhr, Sa./So. 11 – 18 Uhr

Weitere Verkaufsstellen sind der örtliche Buchhandel. Zum Adventsmarkt kann das Buch auch im Altstadthäuschen der Bürgervereinigung in der Bärengasse erworben werden.

Magistrat der Kreisstadt Hofheim am Taunus