RÜSSELSHEIM – Das GPR Klinikum wird auch bis zum 31. Dezember 2022 als Akademisches Lehrkrankenhaus der Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz fungieren. Eine entsprechende Verlängerung der Kooperation wurde jetzt vereinbart. Dabei musste das GPR Klinikum detaillierte Unterlagen einreichen, um nachzuweisen, dass es den hohen Anforderungen, den der Status eines Akademischen Lehrkrankenhauses mit sich bringt, gerecht wird. Nach eingehenden Prüfungen durch den wissenschaftlichen Vorstand der Johannes Gutenberg-Universität wurde dem GPR Klinikum Anfang Dezember die vertragliche Vereinbarung zugestellt.

In der Erfüllung der Kriterien der Johannes Gutenberg-Universität konnte das GPR Klinikum erneut nachweisen, dass es über das erforderliche Ausbildungspersonal sowie die notwendigen Einrichtungen eines Akademischen Lehrkrankenhauses verfügt. Dazu gehören insbesondere eine leistungsfähige Röntgenabteilung, eine fachwissenschaftliche Bibliothek, ein leistungsfähiges Zentrallaboratorium sowie ausreichend Räumlichkeiten für Aufenthalt und Unterrichtung von Studierenden.

Für das GPR Klinikum bedeutet der Status des Akademischen Lehrkrankenhauses, dass auch weiterhin jährlich 28 Studentinnen und Studenten des Fachbereichs Universitätsmedizin als angehende Mediziner in ihrem letzten Studienjahr ein „Praktisches Jahr“ (PJ) im GPR Klinikum absolvieren werden, damit sie sich dort ihre ersten Sporen in der Praxis verdienen können, um ihr Studium erfolgreich zu beenden. Der Weg aus dem Hörsaal der Universität zum Patienten gehört zu einem der wichtigsten Schritte auf dem anspruchsvollen Pfad hin zum vollständig ausgebildeten Arzt.

Das Praktische Jahr gliedert sich in drei Ausbildungsabschnitte, die in den Bereichen Innere Medizin, Chirurgie und einem Wahlfach einer anderen Disziplin erfolgen. Hier steht die Ausbildung am Patienten im Mittelpunkt. Ziel der Ausbildung im Praktischen Jahr ist es, dass die Studierenden, die während des vorhergehenden Studiums erworbenen ärztlichen Kenntnisse und Fähigkeiten vertiefen und erweitern. Die Studenten sollen in der Zeit des Praktischen Jahres Schritt für Schritt zu selbstständigem ärztlichen Handeln herangeführt werden, das heißt, sie sollen zunehmend auch tatsächlich praktisch an die Stelle des approbierten Arztes treten und in steigender Eigenverantwortlichkeit Patienten betreuen.

Im GPR Klinikum leitet Dr. med. Bernd Korves, der stellvertretende Ärztliche Direktor und Chefarzt der Klinik für HNO-Heilkunde, Kopf-, Hals- und Plastische Gesichtschirurgie, als PJ-Beauftragter die Ausbildung der angehenden Ärztinnen und Ärzte. Schon seit 1976 werden Mainzer Studentinnen und Studenten in Rüsselsheim erfolgreich auf den „Ernst des Medizinerlebens“ vorbereitet.

Neben der Ausbildung zukünftiger Ärzte wird das GPR Klinikum Kooperationen in den Bereichen Forschung, insbesondere in klinischen Studien und in der Krankenversorgung mit der Universitätsmedizin eingehen beziehungsweise bestehende Kooperationen ausbauen. Im Bereich der klinischen Studien wird das GPR Klinikum entweder als separates Studienzentrum geführt oder beteiligt sich als Erweiterung des Studienzentrums der Universitätsmedizin an der Durchführung von Studien.

„Wir freuen uns natürlich und sind auch stolz darauf, dass wir mit der renommierten Johannes Gutenberg-Universität erneut eine Vereinbarung treffen konnten, die uns bis Ende 2022 die Anerkennung als Akademisches Lehrkrankenhaus sichert. Dies unterstreicht die hohe Qualität sowohl der medizinischen Versorgung hier im GPR Klinikum als auch der medizinischen Ausbildung, die unsere Ärzte leisten“, erklärte GPR Geschäftsführer Achim Neyer.

Joachim Haas