RÜSSELSHEIM – Bereits zum vierten Mal war Rüsselsheims Oberbürgermeister Udo Bausch auf Stippvisite bei Handwerksbetrieben in Rüsselsheim am Main. „Passend zum Jahresstart, zu dem sich viele Menschen verändern und neue Akzente in ihr Leben bringen möchten, geht es um Rüsselsheims Experten für schöne Räume. Ich bin beeindruckt, mit welchem Unternehmergeist und mit welchen großartigen innovativen Ideen die Betriebe sich am Markt behaupten“, sagte Bausch nach seinen Besuchen. Unter dem Motto „Oberbürgermeister trifft Handwerk“ hat sich der Rathauschef dieses Mal mit den Betrieben HHG Dienstleistungen, Seibert Wohnambiente und Gardinen Sprinter befasst.

Betriebsbesuch von Oberbürgermeister Udo Bausch bei HHG-Dienstleistungen - Foto: Stadt Rüsselsheim am Main

Betriebsbesuch von Oberbürgermeister Udo Bausch bei HHG-Dienstleistungen – Foto: Stadt Rüsselsheim am Main

„Auch wenn jedes Unternehmen ein einzigartiges Konzept vorzuweisen hat, ist ihnen gemein, dass alle einen hohen Stellenwert auf Qualität ihrer Produkte und Dienstleistungen legen. In Rüsselsheim wird in nächster Zeit der Fachverstand von unseren Experten für schöne Räume benötigt. Denn Rüsselsheim wächst, neue Wohnungen entstehen beispielsweise am Friedensplatz, im Wohnquartier am Ostpark, auf der Eselswiese und im Opel-Altwerk. Das bietet auch für Handwerker eine Chance, die Nachfrage nach höherwertiger Qualität zu bedienen. Mein Interesse ist es, Handwerksunternehmen mit ihrer guten Arbeit zu präsentieren“, sagte der Oberbürgermeister.

Sein erster Termin führte Bausch in die Hans-Sachs-Straße 72 zu Matthias Luckow, dem Inhaber von HHG Dienstleistungen. Er hat sich 2008 selbstständig gemacht. Neben dem Trockenbau beschäftigt er sich mit dem Möbelbau und der Oberflächengestaltung, für die er mit nachhaltig angebauten Hölzern, besonderen Boden- und Wandbelegen aus Schiefer oder Leder und umweltfreundlichen Lacken und Ölen arbeitet. „Besonders beeindruckt haben mich bei meinem Besuch die Sanitärobjekte aus Holz, die Luckow selbst gestaltet, herstellt und vertreibt. Die Holzwaschbecken sind wahre Kunstwerke, die dazu noch alltagstauglich und umweltfreundlich sind“, lobt Bausch die Arbeit von Luckow. Auch privat ist Luckow sehr naturverbunden, als Falkner und Jäger entwickelt er daher derzeit auch Produkte um Greifvögel zu transportieren. Ebenso hat er selbst die Versiegelung für seine Sanitärobjekte aus Naturprodukten hergestellt. Seine Fabrikate unterzieht der Inhaber von HHG Dienstleistungen intensiven Tests, bevor er sie seinen Kunden anbietet, so dass das Wasser in seinen Holzwaschbecken trotz Reinigungsmittel und anderer Chemikalien weiterhin abperlt und lange zu nutzen ist.

Oberbürgermeister Udo Bausch trifft Handwerk-Experten für schöne Räume - Foto: Stadt Rüsselsheim am Main

Oberbürgermeister Udo Bausch trifft Handwerk-Experten für schöne Räume – Foto: Stadt Rüsselsheim am Main

Danach machte Oberbürgermeister Udo Bausch bei Seibert Wohnambiente Halt. Der Betrieb wurde bereits 1957 von Karl Seibert gegründet und wird seit wenigen Tagen in der dritten Generation von Marc Seibert geführt. Seine Verkaufsräume hat Marc Seibert erst am 7. Januar 2020 in der Georg-Treber-Straße 27 eröffnet, in denen er Wand- und Bodenbeläge sowie individuell angepassten Sonnenschutz und Insektenschutz anbietet. Damit führt er die Geschäfte seiner Eltern Elke und Thomas Seibert fort, die zwar noch mithelfen, sich aber in den Ruhestand zurückziehen wollen. „Von dreidimensionalen Mustern, über Pfauenfedern bis zu Strass-Steinen – in den neuen Verkaufsräumen kann man die neuesten Trends für Tapeten und Bodenbeläge finden. Es war umwerfend zu sehen, mit welch exklusiven Motiven und Materialien Wände und Böden gestalten werden können. Ich finde es großartig, dass die Firma Seibert Wohnambiente mit dem Generationswechsel auch nach 60 Jahren in Familienhand geführt wird. Diese Handwerksqualitäten kann Rüsselsheim gerade aufgrund der vielen Wohnungen gebrauchen, die in den nächsten Jahren entstehen“, sagte Bausch.

Noch nicht lange her ist die Unternehmensgründung von Habtom Makele, der sich mit seiner Firma Gardinen Sprinter selbstständig gemacht hat. Mit intensiven Schulungen hat der gelernte Koch sich umfangreiches Wissen über die Reinigung von Gardinen und Vorhängen angeeignet und ein besonderes Unternehmenskonzept entwickelt. Seit zwei Jahren fährt er mit seinem Team zu Hotels, Kliniken und Seniorenwohnheimen, um dort an Ort und Stelle mit einem umgebauten Sprinter mit zwei großen Waschmaschinen Gardinen und Vorhänge zu waschen, die die Firma auch selbst ab- und wieder aufhängt. „Das ist eine geniale Idee, bei der ich glaube, sie hat das Potenzial noch weiter ausgebaut zu werden. Jeder der schon einmal Gardinen gewaschen hat, weiß welcher Aufwand damit verbunden ist. Größere Einrichtungen profierten zudem von dem guten Verständnis für die Logistik, das Herr Makele in seiner Zeit als Koch bei Hotels und Seniorenwohnheimen gesammelt hat“, sagte Bausch. Das Versprechen von Gardinen Sprinter: „Kein Fenster bleibt länger als zwei Stunden ohne Gardine“. Wie Makele erzählt, sei das insbesondere für Hotels wichtig, die so viel schneller ihre Zimmer wieder anbieten können. Während Makele in der Anfangszeit noch zwischendrin Leerlauf bei den Aufträgen gehabt habe, komme das Geschäft jetzt so richtig in Gang. So will er sich ein zweites Fahrzeug anschaffen, um mehrere Aufträge zeitgleich annehmen zu können. Zu seinen Kunden zählen mittlerweile auch Kreuzfahrtschiffe und Fünf-Sterne-Hotels in ganz Deutschland.

„Alle Betriebe zeigen, dass man mit der richtigen Idee und guter Qualität Erfolg haben kann. Sie zeigen, welches große Know-How im Handwerk in Rüsselsheim vorhanden ist. Hierfür wollen wir auch über die Stadtgrenzen hinaus werben und die Betriebe bei ihrem Erfolg begleiten und unterstützen“, sagte Bausch abschließend.

Magistrat der Stadt Rüsselsheim am Main