HOFHEIM – Die Bürgerstiftung Hofheim rettet den Stadtwald – und dafür zählt sie auch auf die Unterstützung aus der Bürgerschaft. Die Stiftung will in den kommenden fünf Jahren die Pflanzung von mindestens 10.000 Bäumen im Hofheimer Stadtwald finanzieren.  Alle Hofheimerinnen und Hofheimer sowie Freunde des Hofheimer Stadtwalds sind aufgerufen, die Stiftung dabei zu unterstützen. Das geht zum einen mit einer Spende, zum anderen mit einer Beteiligung an Pflanz-Aktionen, die für den Herbst geplant sind. Die genauen Termine und Orte gibt die Bürgerstiftung rechtzeitig bekannt. Auf www.buergerstiftung-hofheim.de können sich Interessierte für den Newsletter zur Aktion anmelden.

Interessierte können sich auch am Samstag, 25. Januar, ab 10 Uhr zum Stand der Bürgerstiftung beim Neujahrsempfang der Stadt Hofheim im Foyer der Stadthalle kommen, um mehr zu erfahren. Wer mitmachen möchte, kann eine Geldspende auf das Konto der Bürgerstiftung Hofheim  unter IBAN: DE70 5125 0000 0001 0008 88 überweisen. Hierzu bitte als Verwendungszweck „Aufforstung Hofheimer Stadtwald“ angeben.

„Unser Stadtwald hat für Hofheim einen großen Wert. Er ist Rückzugsraum für Tiere und Freizeitort für vielen Menschen. Damit das so bleibt, möchten wir als Bürgerstiftung nicht nur ein Zeichen setzen, sondern die Ärmel hochkrempeln und mit anpacken“, sagt Bürgermeister und Vorsitzende des Stiftungsvorstands Christian Vogt. „Wer öfters in unseren Wäldern spazieren geht, der hat es längst bemerkt: Auch die Hofheimer Stadtwälder bekommen die Auswirkungen des Klimawandels heftig zu spüren. Wir hoffen auf die Hilfe von möglichst vielen Mitbürgerinnen und Mitbürgern, um diesen Auswirkungen entgegenzutreten“, sagt Dr. Winfried Rothweiler, Vorsitzender des Stiftungsrats.

Zum Hintergrund: Bestimmte Baumarten können längeren Hitze- und Trockenperioden nicht mehr standhalten. So steigt bei höheren Temperaturen der Wasserbedarf eines Baumes. Dabei erhöht sich die Spannung in den Leitbahnen des Baumes kontinuierlich und schließlich können sich Luftblasen bilden, die den Wasserfluss blockieren. Damit bricht die Wasser- und Nährstoffversorgung des Baumes zusammen. Die betroffenen Bäume können sich nicht mehr erholen, werden krank und sterben ab.

Zudem begünstigen Trockenheit und höhere Temperaturen die Vermehrung von Waldschädlingen, wie dem Borkenkäfer. Dieser befällt hauptsächlich Fichten. Die betroffenen Waldabschnitte müssen komplett abgeerntet werden. Allein im Hofheimer Stadtwald mussten in den vergangenen beiden Jahren bereits über 30.000 Bäume gefällt werden. Diese müssen jetzt mit standortgerechten, widerstandsfähigeren Baumarten ersetzt werden. Wald bindet Wasser sowie Kohlenstoff und produziert Sauerstoff. Damit ist die Wiederaufforstung auf lokaler Ebene ein wichtiger Beitrag gegen die zunehmende Erderwärmung.

Magistrat der Kreisstadt Hofheim am Taunus