KASTEL – Vorsitzender Karl-Heinz Kues von der Gesellschaft für Heimatgeschichte (GHK) konnte am 02.02. zahlreiche Repräsentanten der Korporationen, sowie AKK-Stadtrat Rainer Schuster begrüßen. Kues wies hin: „ Ein Museum lebt nur durch Veränderungen und Ergänzungen. Dadurch ist es möglich, die Geschichte von Kastel darzustellen und zu dokumentieren.“ Eine besondere akribische Würdigung erhielt das Casino zum Frohsinn – KMV für sein Doppeljubiläum. 1866 wurde der Stammverein gegründet, der in diesem Jahr seinen stolzes 14 x 11. Geburtstag mit seiner 1909 offiziellen Unterabteilung „Komitee“, die ihr 111-jähriges närrisches Bestehen gemeinsam feiern. In einer gebührenden Laudatio würdigte Kues diesen Kasteler Vorzeige-Traditionsverein und überreichte eine Nachbildung   der Trajanus-Münze an den Vorsitzenden Claus-Toni Bertram. – Dieser dankte auch für die Ausstellungspräsenz im historisch bestückten Fastnachtskabinett. Es wurde hingewiesen, dass, nach einer festgelegten Satzungsänderung, auch christlich orientierten Mitglieder beiderlei Geschlechts willkommen sind. Auch die soziale Komponente gehört zum Engagement des KMV. Zu den weiteren launigen Redner zählten Generalfeldmarschall der Jocus-Garde Exc. Seppel von Kübler sowie KCK Präsident Prof. Dr. Dirk Loomans, der verschmitzt auf ein Ausstellungs-Foto des KCK aus dem Jahre 1990 mit einer „Römerbrücke“ hinwies. Das Motto hieß: „Wo einst die Römer schon gelacht, feiern wir heut` Fassenacht“. Der KCK-Mentor Rolf Braun war schon zu damaligen Zeiten für eine zweite Rheinbrücke, argumentierte, unter Lachsalven Loomans. Auch AKK-Stadtrat Rainer Schuster erinnerte an den Mainzer Karl Delorme, der die GHK um das Fastnachtsmuseum beneidete. Der krönende närrische Höhepunkt war der Einzug des Mainzer Prinzenpaares Heinrich II. und Jaqueline I. mit dem Mainzer Kinderprinz Finn. Der GHK-Vorsitzende überreichte dem Prinzenpaar eine alte Schatzkiste mit 111 Euro für ihr soziales Projekt, sowie auch dem Kinderprinzen eine kleine Schatzkiste mit 55 Euro für den Mainzer Jugendmaskenzug. Die Tollitäten erhielten auch Bücher des unvergessenen Fritz Diehl „ Zweitausend Jahre Kastel in Wort und Bild“, sowie den schmucken GHK-Fastnachtskabinett-Dauerorden. Die närrischen Majestäten dankten mit Prinzenorden und wurden anschließend vom stellvertretenden Vorsitzenden Peter Muttke zum Rundgang durch das Museum Castellum  eingeladen. Für den verstorbenen Kasteler Ausnahmekanuten Christel Brandbeck wurde der Raum, in dem eine Vitrine seine Leistungen würdigt, zum „Christel-Brandbeck-Raum“ umbenannt. Am 26.9. wird angemessen mit einem Hoffest und einer Sonderausstellung das 40-jährige GHK-Bestehen und das 30-jährige Museum Castellum gefeiert.

Herbert Fostel