HOFHEIM – Schizophrenie steht als Thema im Mittelpunkt des 4. Psychiatrietages im Landratsamt. Wie Kreisbeigeordnete Madlen Overdick mitteilt, führt der Tag am Mittwoch, 4. März, Fachleute und Laien zusammen, und viele Psychiatrieangebote werden vorgestellt. „Beim Thema Psychiatrie sind viele Menschen verunsichert“, so die Gesundheitsdezernentin. „Der Tag soll einen Beitrag dazu leisten, Berührungsängste abzubauen und Fragen zu klären.“

Im Mittelpunkt stehen verschiedene Vorträge aus der Fachwelt und der Selbsthilfe. So gibt Dr. Susanne Gabriel (Scivias St. Valentinus Krankenhaus Bad Soden) einen Überblick über das Krankheitsbild Schizophrenie und dessen Behandlungsmöglichkeiten. Andreas Jung vom Verein Ex-In-Hessen berichtet über seine Erfahrungen, wie sich aus der eigenen Betroffenheit der Werdegang zum Genesungsbegleiter ergeben hat. Dr. Robert Bittner (Universitätsklinikum Frankfurt) spricht über „Schizophrenie als Störung der Informationsverarbeitung“.

Auf einem „Markt der Psychiatriemöglichkeiten“ stellen sich gemeindepsychiatrische Institutionen und Selbsthilfegruppen vor. Einer der Informationsstände bietet die Möglichkeit, in einem kurzen Selbstexperiment das Phänomen des „Stimmenhörens“ zu erfahren.

Eine Gruppe des Psychosozialen Zentrums des Deutschen Roten Kreuzes in Hattersheim präsentiert ein eigens für diesen Tag geschriebenes Lied. Außerdem zeigt die Theatergruppe „Die bunten Vögel“ (Tagesstätte des Diakonischen Werks in Schwalbach) einen Ausschnitt aus ihrem Programm „Mögen hätten wir schon wollen, aber dürfen haben wir uns nicht getraut“.

Der Psychiatrietag beginnt um 13 Uhr, der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Nähere Informationen sowie das Programm gibt es beim Gesundheitsamt des Main-Taunus-Kreises unter Tel. 06192/201-1761 oder per Mail unter selbsthilfekontaktstelle@mtk.org.

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