HOFHEIM – Manche in Hofheim haben den Flüchtlingen und Vertriebenen nach dem zweiten Weltkrieg einen eher distanzierten Empfang bereitet, andere reagierten warmherzig und hilfsbereit. Nachlesen kann man dies zum Beispiel in den Erinnerungen von Jakob Kolar, der im Jahre 1946 mit seiner Familie aus dem Böhmerwald nach Hofheim kam. Sein Sohn Peter hat das Manuskript seines Vaters unlängst veröffentlicht.

Der Historische Arbeitskreis der Bürgervereinigung Hofheimer Altstadt möchte sich nun um dieses Thema, das von der örtlichen Geschichtsschreibung bisher eher vernachlässigt wurde, intensiver kümmern. Noch ist offen, wohin das führen kann, ob es zum Beispiel eine Veröffentlichung gibt oder eine Ausstellung. Aber es gilt, vorhandene Erinnerungen festzuhalten – schon jetzt sind nur noch wenige greifbar, die diese Zeit selbst erlebt haben.

Der Arbeitskreis beginnt dieses Projekt daher mit einem Zeitzeugenabend in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv. Am Dienstag, 3. März 2020 wird sich im Stadtmuseum ab 19 Uhr alles um das Thema Ankunft in Hofheim nach 1945 drehen. Die Veranstalter freuen sich über jeden, der sich für das Thema interessiert, ganz besonders natürlich über Besucher, die aus eigenem Erleben oder aus Erzählungen der Eltern aus dieser Zeit berichten können. Der Eintritt ist frei; moderiert wird der Abend von Renate Hofmann und Andreas Hegeler. Bereits ab 18.30 Uhr ist die Sonderausstellung mit der Sammlung des Hofheimer Heimatforschers Gustav Kyritz geöffnet.

Zeitzeugenabend im Stadtmuseum
Dienstag, 3. März 2020, 19 Uhr, Einlass 18.30 Uhr
Moderation: Renate Hofmann und Andreas Hegeler
Eintritt: frei
Stadtmuseum, Burgstraße 11, 65719 Hofheim am Taunus
Veranstalter: Historischer Arbeitskreis der Bürgervereinigung Hofheimer Altstadt in Zusammenarbeit mit dem Magistrat der Stadt Hofheim am Taunus – Stadtmuseum/Stadtarchiv

Magistrat der Kreisstadt Hofheim am Taunus