RÜSSELSHEIM – Auf den Einkommensunterschied im Bruttoverdienst von Frauen und Männern macht der Aktionstag Equal Pay Day aufmerksam. Durchschnittlich erhalten Frauen in Deutschland rund 21 Prozent weniger an Brutto-Stundenlohn als Männer. Zahlreiche Aktionen und Veranstaltungen thematisieren daher den Gender Pay Gap (Geschlechterlohnlücke). Im Rüsselsheimer Rathaus findet dazu am Dienstag (17. März) die Veranstaltung „Gleiche Bezahlung für gleichwertige Arbeit? – Die verborgene Diskriminierung der Frauenarbeit“ statt.

Die Bildungsbiografien von Mädchen und Frauen sind in der Regel erfolgreich. Auch der Einstieg ins Berufsleben gelingt gut. Die Mädchen und jungen Frauen sind durchaus bildungs- und erwerbsorientiert, einige auch karriereorientiert. Trotzdem besteht auch im Jahr 2020 eine deutliche Entgeltdifferenz zwischen Männern und Frauen. Daran wird sich nichts ändern, wenn die Ursachen nicht genau erforscht und benannt werden. Dr. Barbara Stiegler konnte als Referentin des Abends gewonnen werden. Sie stellt eine Studie vor, wie bei Anwendung geschlechtergerechter Arbeitsbewertungssysteme der Gender Pay Gap, die Entgeltungleichheit zwischen den Geschlechtern, verringert werden könnte. Wie das genau geht und wer da aktiv werden muss, das wird im Vortrag erklärt.

Stiegler war Leiterin des Arbeitsbereichs Frauen- und Geschlechterforschung der Friedrich-Ebert-Stiftung und ist weiterhin geschlechterpolitisch aktiv. Die Veranstaltung erfolgt im Kooperationsverbund der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten sowie -initiativen der Stadt Rüsselsheim am Main.

Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr in der Rathaus-Rotunde (Eingang Faulbruchstraße), in Rüsselsheim am Main. Einlass ist ab 18.30 Uhr. Die Veranstaltung ist kostenfrei. Es wird jedoch um Anmeldung bis zum 12. März beim Büro für Frauen- und Chancengleichheit gebeten. Dies geht telefonisch unter 06142 83-2059 oder per E-Mail an bfc@ruesselsheim.de.

Magistrat der Stadt Rüsselsheim am Main
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