RÜSSELSHEIM – Seit September vergangenen Jahres hat das GPR Klinikum die Wäscheausgabe automatisiert und gleichzeitig die Farbkombinationen der Bekleidung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der verschiedenen Unternehmensbereiche geändert.

Vom Professor über die Pflegekräfte bis zum Reinigungspersonal: An den Wäscheautomaten kommt keiner vorbei. Auf Knopfdruck liefern sie dem Personal des GPR Klinikums rund um die Uhr die passende Kleidung. Wenn die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter frische Dienstkleidung brauchen, führt der erste Weg am Morgen zum Wäscheautomaten. Dazu wird einfach die Personalkarte an ein Display gehalten. Der Bildschirm zeigt an, was den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern jeweils zusteht. Die Farben variieren je nach Berufsgruppe.

Alle Berufsgruppen, die direkten Patientenkontakt haben wie Ärzte, Pflegekräfte und Therapeuten, tragen weiße Hosen und sind durch die farbig differenzierten Oberteile zu unterscheiden. Die Ärzteschaft trägt türkisblaue Oberteile während die Pflegekräfte an den weinroten und die Therapeuten an den hellgrünen Oberteilen zu erkennen sind. Die Kliniklogistik ist mit dunkelblauen Hosen und hellgrünen Oberteilen im Haus unterwegs und die Reinigungskräfte tragen zu ihren dunkelblauen Hosen hellblaue Oberteile.

Foto: GPR Gesundheits- und Pflegezentrum

Ein kurzes Tippen auf das Display, und kurze Zeit später kommt die Wäsche aus dem Ausgabefach. Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist ein definiertes Kontingent an Wäschestücken zugeordnet. Brauchen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, egal ob Pflegehelferin oder Chefarzt, Nachschub, muss zuerst mal die verschmutzte Wäsche in den dafür vorgesehenen Rücknahmeautomaten eingeworfen werden. Aus den Wäscheautomaten im Erdgeschoss des GPR Klinikums, können sich rund 1.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, für die eine Bekleidungsordnung besteht, rund um die Uhr mit Berufsbekleidung versorgen.

Hinter den Automaten steckt ein cleveres Logistik-System. Die Kleidungsstücke kreiseln an Metallbügeln in einer automatischen Förderanlage. Betreten dürfen diesen Raum nur Wäschereimitarbeiter, die das Lager befüllen. Es wurden bewusst zwei Automaten angeschafft, um im Falle einer technischen Störung an einem der Automaten eine problemlose Wäscheversorgung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch den zweiten Wäscheautomaten zu gewährleisten.

Die Wäsche wird vom GPR Klinikum nicht mehr eingekauft, sondern gemietet. Es handelt sich um so genannte Poolware. Um alle Größen vorrätig zu haben, hat die Wäscherei zunächst von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Maße und Art der benötigten Kleidungsstücke ermittelt. Jedes Kleidungsstück ist mit einem Computerchip ausgestattet. Sobald am Automaten eine Bestellung eingeht, gleicht der Computer die Chip-Daten ab und weiß entsprechend, ob die verschmutzte Wäsche bereits abgeworfen wurde.

„Die Automatisierung der Ausgabe hat viele Vorteile. Die internen Lagerbestände an Berufskleidung werden bis auf den Bestand im Automaten reduziert, denn die Wäsche wird nach dem Just in Time-Prinzip angeliefert. Wir können dadurch mit weniger Wäsche die gleiche Anzahl an Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern versorgen und haben dadurch eine Kosteneinsparung. Außerdem wird die neue, Berufskleidung aus den Automaten auch nicht mehr aus umweltschädlicher Baumwolle hergestellt, sondern aus Tencel, einer Bambusfaser“, erklärt Achim Neyer, der Geschäftsführer des GPR.

GPR Gesundheits- und Pflegezentrum
Rüsselsheim gemeinnützige GmbH