HOFHEIM – Am 24. März 2020 ist Stadträtin Dagmar Siegemund (CDU) ihrer Krankheit erlegen.

„Die Nachricht von ihrem Tod hat uns sehr berührt“, so Bürgermeister Christian Vogt und Stadtverordnetenvorsteher Andreas Hegeler. „Wir waren zutiefst erschüttert, als wir erfuhren, dass die Krankheit über ihren starken Lebenswillen gesiegt hat.“ Den Angehörigen der 72-jährigen Kommunalpolitikerin sprachen sie im Namen des Magistrats und der Stadtverordnetenversammlung ihr tief empfundenes Beileid aus.

„Mit Frau Siegemund verlieren wir eine sehr erfahrene Mitstreiterin. Sie war fast 40 Jahre lang kommunalpolitisch für unsere Stadt aktiv – sei es als Stadtverordnete, als Mitglied verschiedener Ausschüsse und Kommissionen und zuletzt als Kollegin im Magistrat. Besonders schätzten wir ihren Ideenreichtum, ihre Zielstrebigkeit und ihre direkte Art. Sie setzte sich mit Überzeugung und Herz vor allem für Vereine, Organisationen und Hilfsbedürftige ein – auch in der Bürgerstiftung Hofheim. Wir alle haben sehr gehofft, dass sie sich gesundheitlich wieder erholt und bald wieder an Magistratssitzungen teilnehmen kann“, sagte Bürgermeister Vogt.

Auch Stadtverordnetenvorsteher Hegeler würdigte Dagmar Siegemund, die ihr Ehrenamt mit großem Engagement ausgeübt habe. „Mit Dagmar Siegemund verliert Hofheim eine Kommunalpolitikerin, die sich mit ihrer ganzen Kraft für die Belange der Stadt und ihrer Menschen eingesetzt hat. Bürgerinnen wie sie, der ihre Stadt und ihre Mitmenschen so sehr am Herzen liegen, sind nur noch selten zu finden“, betonte Hegeler. „Die Auszeichnungen, die Frau Siegemund erhalten hat, konnten immer nur ein äußeres Zeichen für unsere tiefe Dankbarkeit und unseren Respekt vor ihrem Engagement sein“, so Hegeler weiter.

Für ihr kommunalpolitisches und überdurchschnittliches soziales Engagement wurde Dagmar Siegemund am 7. Juli 1994 mit dem Ehrenbrief des Landes Hessen und am 3. November 2005 mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.

Dagmar Siegemund war von 1981 bis 2001 Mitglied der Stadtverordnetenversammlung. Zudem wirkte sie in diesen 20 Jahren im Ausschuss für Jugend, Sport, Kultur und Soziales (1981 bis 1989 und 1993 bis 2001), im Umwelt- und Forstausschuss (1989 bis 1993), in der Kommission für Verkehr (1981 bis 1985), in der Altstadtkommission (1989 bis 1997) und in der Kommission Jugend, Sport und Kultur (1993 bis 1997) mit. Darüber hinaus gehörte sie dem Stiftungsrat der gemeinnützigen Bürgerstiftung Hofheim an, in der sich Bürger für Bürger engagieren und das Gemeinwesen nachhaltig stärken. Seit 2001 war sie ehrenamtliches Mitglied des Hofheimer Magistrates und vertrat hier die Interessen der CDU.

Magistrat der Kreisstadt Hofheim am Taunus