HOFHEIM – Einzelhändler und Gastronomiebetriebe gehören zu den Unternehmen, die von den einschränkenden Maßnahmen zum Schutz vor der Verbreitung des Corona-Virus mit am stärksten betroffen sind. Die Stadt Hofheim hat aus diesem Grund den Gewerbetreibenden bereits die Möglichkeit eröffnet, Steuerlasten auszusetzen oder stunden zu lassen. „In einem weiteren Schritt möchten wir den Unternehmen, die öffentliche Flächen zur Außenbewirtschaftung oder zum Aufstellen sogenannter Kundenstopper in Anspruch nehmen, eine weitere finanzielle Erleichterung anbieten“, erklärte Bürgermeister Christian Vogt.

Konkret werden die zu erhebenden Sondernutzungsgebühren für den Zeitraum der gemäß der 4. Verordnung des Landes Hessen angeordneten Schließzeiten – zunächst bis zum 19. April 2020 – ausgesetzt. Eine Verlängerung der Maßnahme ist abhängig von der aktuellen Entwicklung.

„Das ist ein kleines Zeichen von Solidarität, um denen entgegen zu kommen, denen von jetzt auf gleich die Geschäftsgrundlage entzogen wurde“, sagte Erster Stadtrat Wolfgang Exner.

Diese Aussetzung betrifft alle Gastronomen und Händler, ungeachtet deren tatsächlicher Verpflichtung zur Schließung ihres Ladenlokales. Die Unternehmen müssen bis zur Aufhebung der Verordnung keine Zahlungen leisten. Wer die Sondernutzungsgebühr bereits gezahlt hat, bekommt diese zurückerstattet.

„Wenn es auch nur ein Tropfen auf den heißen Stein sein mag, hoffe ich, den Hofheimer Unternehmen mit dieser Maßnahme ein wenig entgegen zu kommen“, so Vogt, der alle Gastronomen und Händler schriftlich über die Aussetzung sowie über Soforthilfemaßnahmen von Land und Bund informiert hat.

Magistrat der Kreisstadt Hofheim am Taunus