GINSHEIM/GUSTAVSBURG – Aus der französischen Partnerstadt Bouguenais erreichte die Stadtverwaltung eine Grußbotschaft der Bürgermeisterin, Martine Le Jeune, und der Beigeordneten, Bernadette Huguet, zur Corona-Pandemie. Nachfolgend die Übersetzung dieser Grußbotschaft:

„Liebe Freunde in Ginsheim-Gustavsburg,

in dieser besonders schweren und beängstigenden Zeit, die wir gerade durchmachen, denken wir an euch. Wir, die Kommunen aller Länder, stehen im Umgang mit dieser Krise an vorderster Front.

Wie ihr wisst, ist unser Mandat, das mit den Kommunalwahlen im März zu Ende gehen sollte, bis zum Juni verlängert worden. Im Juni müsste der zweite Wahlgang organisiert werden, sofern die Situation in Bezug auf das Corona-Virus dies erlaubt.

Wir leben, wie ihr, in der dritten Woche, in der die Einschränkungen wegen der Corona-Krise gelten, und wir sorgen dafür, dass die wichtigsten Dienstleistungen der Verwaltung sichergestellt sind. Wie bei euch, sind die politischen Vertreter, die Servicestellen der Verwaltung und die Ehrenamtlichen der sozialen Vereine aktiv, um den schwächeren, alleinlebenden und hilflosen Menschen zu helfen und die sozialen Verbindungen aufrechtzuerhalten. Dabei entstehen neue Formen der Solidarität.

Im Rathaus sind die Büros geschlossen, viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter machen Telearbeit. Wir organisieren uns und stimmen uns über Video- oder Telefonkonferenzen ab.

In unseren beiden Ländern haben wir das Glück von effizienten Gesundheitssystemen profitieren zu können. Allerdings stellen sich in dieser außergewöhnlichen Situation auch bei ihnen Schwächen heraus. Wir begrüßen die Solidarität eurer Krankenhäuser, die zurzeit erkrankte Personen aus Frankreich aufnehmen.

Unsere Region, Pays de la Loire, ist eine der Regionen, die am wenigsten betroffen sind. Wir hoffen, dass wir mit den Ausgangsbeschränkungen einen weniger hohen Wert wie in Ostfrankreich oder in der Region von Paris erreichen werden.

Wir wissen nicht, wie lange es dauert, bis die Krise überwunden ist. Und danach wird es eine große Herausforderung sein, dass sich die Solidarität auf europäischer Ebene wieder neu entfaltet.

Wir sehen der Zeit entgegen, in der wir unseren französisch-deutschen Austausch wieder planen können und wir uns wiedersehen. Wir bitten euch, unsere Grußbotschaft an euer gesamtes Team weiterzugeben und uns über die Entwicklung der Epidemie bei euch zu informieren.

Alles Gute und passt auf euch auf. Mit herzlichen Grüßen, Martine Le Jeune, Bürgermeisterin von Bouguenais, und Bernadette Huguet, Beigeordnete für Solidarität.“

Katharina Schmidt