HOFHEIM – Von Montag an müssen Kunden in Geschäften und Passagiere in Bus und Bahn im Main-Taunus-Kreis zur Vorbeugung gegen das Corona-Virus einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Wie Landrat Michael Cyriax mitteilt, hat das Land am heutigen (Dienstag) Nachmittag gegenüber Medien angekündigt, eine solche Regelung landesweit einzuführen, aber den Zeitpunkt zunächst noch nicht öffentlich festgelegt. „Wir wollen sicher gehen, dass wir schnellstmöglich einen Beitrag zur Eindämmung des Virus leisten“, so Cyriax. Daher gelte im Main-Taunus-Kreis eine Regelung ab Montag.

Nach Angaben von Kreisbeigeordneter Madlen Overdick halten sich zwar die Neuansteckungen im Kreis in Grenzen. „Aber wir dürfen uns dadurch nicht in falscher Sicherheit wiegen lassen. Wir brauchen konsequente Regelungen, um alles zu tun, damit die Verbreitung des Virus‘ eingedämmt wird.“

„Der Verkehr mit Bus und Bahn birgt Risiken der Übertragung“, so Kreisbeigeordneter Johannes Baron. „Das ist ein Punkt, an dem wir bei der Eindämmung ansetzen.“ Die Main-Taunus-Verkehrsgesellschaft habe zum Beispiel mit Abtrennungen am Einstiegsbereich schon vor Wochen einen Beitrag geleistet, um die Übertragung des Virus zu erschweren.

Nach Angaben von Cyriax arbeitet der Kreis derzeit intensiv an Regelungen zur schrittweisen Wiederaufnahme des Schulbetriebs ab der kommenden Woche. Davon sei auch der Schulbusverkehr betroffen. Ausführliche Informationen dazu würden derzeit zusammengestellt und noch im Laufe der Woche an sämtliche Eltern versandt.

Cyriax hob hervor, dass schon viele Menschen im Main-Taunus-Kreis den öffentlichen Aufrufen gefolgt sind und freiwillig etwa beim Einkaufen Masken trügen. Allerdings reiche das offenbar nicht aus: „Wir brauchen eine klare Regelung.“

Er rief die Bürger dazu auf, sich Mund-Nasen-Schutz (so genannte OP-Masken) zu besorgen oder selbst zu nähen. Als Notersatz könne es auch ein umgeschlagener Schal oder ein Tuch sein. Flankierend aber sei es nach wie vor wichtig, Abstand zu halten und sich regelmäßig die Hände mit Seife zu waschen.

Dr. Johannes Latsch