RÜSSELSHEIM – Ein durchdringendes Piepsen ertönt aus dem kleinen Kästchen am Gürtel des Notarztes. Dr. Alexander Kemper-Beran, Anästhesist in der Abteilung für Anästhesie, Intensivmedizin und perioperative Schmerztherapie am GPR Klinikum Rüsselsheim nimmt seine Jacke vom Haken und verlässt sein Zimmer in der care7 Klinik Ingelheim. Er eilt vor die Notaufnahme des Krankenhauses, wo das Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Ingelheim steht. Zusammen mit einem Notfallsanitäter fährt er dann zum Einsatz, ein 73 Jahre alter Herr hat Brustschmerzen, vielleicht einen Herzinfarkt.

Seit März 2020 besetzt die Abteilung für Anästhesie, Intensivmedizin und perioperative Schmerztherapie des GPR Klinikums Rüsselsheim einmal in der Woche für 24 Stunden das NEF des DRK Ingelheim.

Dr. Nazmi Ademi, Chefarzt der Abteilung für Anästhesie am Krankenhaus Ingelheim, begrüßt die Zusammenarbeit mit den Notärzten des GPR Klinikums: „Die Zusammenarbeit mit den Kollegen aus Rüsselsheim auf unserem NEF funktioniert ausgesprochen gut. Die Ärzte aus dem GPR Klinikum passen sehr gut in unser Team und leisten wertvolle Arbeit für die Bevölkerung.“

Diese Kooperation kam zustande, weil die Notfallmedizin gerade für junge Anästhesisten ein wichtiges Aufgabengebiet ist, in dem viele wichtige Erfahrungen gesammelt werden können. Dass der Partner das DRK Ingelheim ist, liegt einfach daran, dass die Notarzteinsatzfahrzeuge im Kreis Groß-Gerau bereits von der Notarztgemeinschaft Rhein-Main GmbH (NAG) besetzt werden. In Kooperation mit der NAG betreibt die DRK Rettungsdienst Kreis Groß-Gerau GmbH die Fahrzeuge im Auftrag des Landkreises Groß-Gerau.

„Die Notfallmedizin ist eine der interessantesten Facetten der Medizin, die Ärztin und Arzt aufgrund der ständig wechselnden Umstände und Krankheitsbilder aus dem gesamten Spektrum der Medizin vor immer neue Herausforderungen stellt“, so Dr. Alexander Kemper-Beran, der seit 2003 als Notarzt und seit 2010 am GPR-Klinikum als Anästhesist tätig ist. „Ob Herzinfarkt, Luftnot, kindlicher Krampfanfall oder schwerer Verkehrsunfall mit mehreren Verletzten, wir müssen mit allem zurechtkommen“, führt Dr. Kemper-Beran weiter aus.

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