HOFHEIM – Seit längerer Zeit tritt der Eichenprozessionsspinner verstärkt auch im Rhein-Main-Gebiet auf, vor circa zehn Jahren wurden die Raupen erstmals auf städtischen Eichen in Hofheim entdeckt und mussten von Fachleuten in Schutzanzügen von den Bäumen entfernt werden. Seitdem werden die Raupen Jahr für Jahr bekämpft. Die nächste Aktion steht voraussichtlich bis Ende Mai an.

Der Eichenprozessionsspinner ist eine kleine Nachtschmetterlingsart, deren Larven sich in Kolonnenformation prozessionsartig zu den Fressplätzen bewegen – daher auch sein Name.

Die Brennhaare der Raupen des Eichenprozessionsspinners können leicht abbrechen und werden dann durch den Wind verbreitet. Sie können beim Menschen unterschiedliche allergische Reaktionen auslösen: äußerlich treten Hautauschläge mit Rötungen, Schwellungen und starkem Juckreiz auf, durch das Einatmen der dünnen Haare kann es zu Reizungen an Mund- und Nasenschleimhäuten bis hin zu Husten und Asthma kommen.

„Wir bekämpfen aus ökologischen Gründen zum Schutz von anderen Tieren und Bienen die Eichenprozessionsspinner mit ungefährlichen biologischen Mitteln. Dies hat sich über die Jahre bewährt und ist ein wichtiger Beitrag zum Erhalt der Biodiversität“, erklärte Stadtrat Bernhard Köppler.

Die Stadt Hofheim hat sich für den Einsatz von Nematoden entschieden. Diese Fadenwürmer sind aber sehr empfindlich gegen Austrocknung und können daher nur in den Abend- und Nachtstunden ausgebracht werden.

Voraussichtlich bis Ende Mai werden daher in Hofheim die städtischen Eichen insbesondere auf Kinderspielplätzen, auf Sportplätzen, in den Außenanlagen der Kindergärten und in öffentlichen Grünflächen von einer Fachfirma behandelt. Hierbei werden die in Wasser gelösten Nematoden mit einer starken Spritze entweder vom Boden oder von einem Hubsteiger aus in die Baumkronen geblasen.

Da dieses Mittel zweimal ausgebracht werden muss, wird eine zweite Behandlung voraussichtlich Ende Mai / Anfang Juni erfolgen.

Bürger, die Beratung und Hilfe bei eventuell befallenen Bäumen auf ihren Privatgrundstücken haben, können sich an örtliche Schädlingsbekämpfungsfirmen oder auch an die Geschäftsstelle des Fachverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau, Max-Planck-Ring 39, 65205 Wiesbaden, Telefon 06122 / 9311412, wenden.

Verschiedene Firmen aus diesen Branchen bieten inzwischen auch die Bekämpfung der Raupen des Eichenprozessionsspinners an. Auf keinen Fall sollte diese Bekämpfung in Eigenregie durchgeführt werden.

Bei grundsätzlichen Fragen steht das Team Umwelt und Natur im Rathaus der Stadt Hofheim unter der Telefon-Nummer 06192 / 202-243 oder 202-227 zur Verfügung.

Magistrat der Kreisstadt Hofheim am Taunus