KRIFTEL – Die Seniorenberaterin der Gemeinde Kriftel, Gabriele Kortenbusch, ist oft der erste Ansprechpartner, wenn Senioren beunruhigt sind und sich hilflos fühlen. Und eben auch, wenn sie Opfer eines Betrugs geworden sind. Im Januar berichtete ihr eine ältere Dame in der Sprechstunde im Rathaus, dass ihr plötzlich jede Menge Rechnungen von online bestellten Kleidungsstücken und Schuhen ins Haus geflattert sind, die sie gar nicht bestellt und schon gar nicht geliefert bekommen hatte. Insgesamt handelte es sich um eine aufgelaufene Summe von mehreren hundert Euro (wir berichteten). Die Bestellungen wurden unter dem Namen ihres bereits verstorbenen Mannes getätigt. Bei Lieferung wurden die Waren dann wohl noch am Auto des Paketdienstes – angeblich im Auftrag – abgegriffen.

Die Journalistin Maja Helmer ist auf das Thema aufmerksam geworden und möchte für die ZDF-Sendung „Zoom“ einen Beitrag produzieren. Dabei ist sie auf Berichte von Betroffenen angewiesen. Helmer: „Bestellbetrug ist ein Massenphänomen, Opfer gibt es in allen Altersgruppen und allen Bevölkerungsschichten. Oft stecken gut organisierte Banden hinter dieser Art des Identitätsdiebstals, die die Pakete sogar bis ins Ausland weiterverschicken. Es ist für die Polizei schwierig, den Tätern auf die Spur zu kommen, meist werden die Ermittlungen eingestellt.“ Sie möchte es trotzdem versuchen, die Hintergründe beleuchten und an einem Fall versuchen, die Drahtzieher zu recherchieren.

Wem ein Identitätsklau widerfahren ist und wer sich vorstellen kann, mit ihr über seine Erfahrungen zu sprechen, um andere damit zu warnen, der meldet sich bitte bei Seniorenberaterin Gabriele Kortenbusch unter 06192/4004-26. Sie stellt dann den Kontakt zum ZDF her. „Wir würden uns freuen, wenn Sie sich melden – ganz unverbindlich, denn wir sammeln erst einmal nur Fälle und prüfen sie“, so Maja Helmer.

Pressestelle der Gemeinde Kriftel