RÜSSELSHEIM – Die letzten Wochen waren für viele Rüsselsheimerinnen und Rüsselsheimer eine Zeit geradezu „himmlischer“ Ruhe. Wochenlang gab es so wenige Flugbewegungen über Rüsselsheim wie seit Jahrzehnten nicht. Das bleibt nicht, aber ein Zurück zum „Wachstum über alles“ im Luftverkehr am Frankfurter Flughafen wird und darf es nicht geben. Wachstum ist kein Selbstzweck. Flugverkehr schadet dem Klima und der Gesundheit – jetzt schon und bei weiterem Wachstum immer mehr.

Versprechungen für die Zukunft auf leise Flugzeuge und schadstoffarme Kraftstoffe sind in absehbarer Zeit nicht realisierbar und auch energiepolitisch zu hinterfragen. Was Rüsselsheim und die Region braucht, ist ein Flughafen, der die unmittelbaren Flugbedürfnisse der Region erfüllt und nicht mehr. Dazu sind kein Terminal 3, keine Billigflieger und auch keine 510.000 Flugbewegungen wie vor der Corona-Pandemie notwendig.

„Rüsselsheim kann die Entwicklung am Flughafen nur indirekt beeinflussen, und wir tun dies mit allen Möglichkeiten, die uns zur Verfügung stehen. Was wir aber vor Ort direkt machen können ist, andere schädliche Auswirkungen des Verkehrs auf die Bürgerinnen und Bürger so gut es geht zu minimieren und neue Belastungen für Klima und Gesundheit zu vermeiden. Luftverschmutzung und Atemwegserkrankungen stehen nachweislich in einem Zusammenhang. Eine Zunahme des motorisierten Individualverkehrs durch mit Verbrennungsmotoren betriebene Kfz, insbesondere in der Innenstadt, ist unverantwortlich und muss vermieden werden“, so Marianne Flörsheimer, Dezernentin für Mobilitäts- und Verkehrsentwicklung, Lärmabwehr und Klimaschutz.

Magistrat der Stadt Rüsselsheim am Main
Fachbereich Zentrales