RÜSSELSHEIM – Seit zwei Wochen sind die Spielplätze wieder geöffnet, nach mehr als sieben Wochen Flatterbänder und abgesperrter Spielgeräte. Mit zehn hauptamtlichen pädagogischen Fachkräften der Jugendförderung und fünf des Vereins Auszeit e.V. unterstützt die Stadt Eltern in der Anfangsphase. Die Pädagoginnen und Pädagogen suchen dazu regelmäßig die mehr als 70 Spielplätze, Bolzplätze und nach Unterrichtsschluss öffentlich zugänglichen Schulgelände im Stadtgebiet auf. Zum einen verschaffen sie sich einen Eindruck, ob die Hygiene- und Abstandsregeln eingehalten werden. Zum anderen haben sie für Eltern und Kinder ein offenes Ohr und sprechen über deren Fragen und Nöte durch die Corona Beschränkung. Das Fazit aus der ersten Zeit ist durchaus positiv, wie die pädagogischen Fachkräfte berichten. Kinder wie Erwachsene seien froh gewesen, dass die Spielplätze jetzt wieder genutzt werden und die Kinder ihrem Bewegungsdrang nachgehen können.

An den Nachmittagen waren insbesondere der Spielplatz Ostpark Süd und der Spielplatz Danziger Anlage gut besucht. Die Stadt Rüsselsheim am Main empfiehlt, wenn zu viel los ist, auf einen anderen Spielplatz auszuweichen oder zu einem anderen Zeitpunkt wiederzukommen. Die Stadtpolizei wird zudem bei besonders belebten Plätzen Durchsagen machen, um die Besucherströme etwas lenken zu können. Hinweisschilder, die an den Spielplätzen und den Bänken herum angebracht sind, machen ebenfalls auf die Hygiene- und Abstandsregeln aufmerksam.

Die Mehrheit der Erwachsenen habe bisher sehr genau darauf geachtet, die Regeln einzuhalten. Viele Eltern versuchen auch, ihren Kindern diese Regeln zu vermitteln, jedoch sei es bei den jüngeren erwartungsgemäß schwieriger. Die älteren Kinder und Jugendlichen könnten die Abstandsregeln gut umsetzen, nur beim Fußball und Basketballspielen sei dies schwer. Wie einige Eltern zurückmeldeten, helfe die Präsenz der Pädagoginnen und Pädagogen dabei, dass die Besucherinnen und Besucher an die Regeln denken.

Die Fachkräfte haben zudem viele Gespräche mit den Familien geführt über deren derzeitige Lage, über die Perspektive für Schülerinnen und Schüler sowie über fehlende Kontakte zu anderen Kindern gesprochen. Auch nutzen einige Eltern die Gelegenheit, bei den Spielplatzbegleitungen Wünsche und Anregungen zu den Spielplätzen zu geben, beispielsweise wo ein zusätzlicher Sonnenschutz gewünscht wird und welche Spielgeräte gut bei den Kindern ankommen. Diese Rückmeldung werden die Pädagoginnen und Pädagogen an die Stadtverwaltung weitergeben.

Der Einsatz der Fachkräfte ist zunächst noch mindestens bis Ende Mai vorgesehen und soll täglich vor allem in den Nachmittagsstunden erfolgen. Die Spielplatzbegleiterinnen und -begleiter sind mit Schutzmaterial ausgestattet und an blauen Rüsselsheim-Rucksäcken und Westen zu erkennen.

Magistrat der Stadt Rüsselsheim am Main
Fachbereich Zentrales