GINSHEIM-GUSTAVSBURG – Aufgrund der Corona-Pandemie hat die Stadtverwaltung alle Veranstaltungen – auch die Veranstaltungen des Kultursommers – bis zum 31. August 2020 abgesagt.

„Wir befinden uns in einer sehr schwierigen Zeit und wir alle sehnen uns nach der Zeit vor Corona. Gerade jetzt, wo die Tage länger und wärmer werden und somit die vielen Feste angestanden hätten, wünschen wir uns Freunde zu sehen und zu treffen. Ich verstehe den Wunsch nur zu gut, denn auch ich bin gerne unter Leuten auf Festen. Wir können jedoch als Verwaltung nicht Veranstaltungen organisieren, während zum Beispiel Vereinen im gleichen Atemzug Veranstaltungen abgesagt werden“, sagt Bürgermeister Thies Puttnins-von Trotha. Die oberste Prämisse ist immer noch die Ausbreitung des Virus zu verhindern und deswegen sollten wir auf Feste und Veranstaltungen verzichten, die nicht zwingend notwendig sind. Die Tatsache, dass die Landesverordnung Veranstaltungen bis zu 100 Personen generell zulasse, bedeute nicht, dass öffentlich frei zugängliche Veranstaltungen, Feste und Feiern durchgeführt werden können. Die Lockerungen beziehen sich eher auf Versammlungen und einzelne private Feiern für einen zahlenmäßig beschränkten Personenkreis, der im Übrigen auch namentlich erfasst werden müsste. „Wir sind gefordert mit gutem Beispiel voranzugehen und Infektionsübertragungen erst gar nicht zuzulassen“ so Puttnins-von Trotha weiter. Dabei sei es egal, ob eine Veranstaltung in Räumen oder im Freien stattfindet.

„Eine Open-Air-Kino-Veranstaltung lockt bei gutem Wetter mindestens 200 Besucher an“, erklärt der Leiter des Kulturbüros, Guido Conradi. Selbst wenn nur für 80 bis 90 Personen Platz geschaffen wird, sei nicht zu gewährleisten, dass die Besucher bei einem solchen Event die notwendigen Abstands- und Hygieneregeln einhalten. Und das Gebot der Stunde sei nach wie vor das Abstandhalten. Zudem ließe sich der Aufwand, der für den Aufbau eines Open-Air-Kinos zu leisten wäre, bei einer entsprechend geringen Besucherzahl nicht rechtfertigen.

Über Konzepte, wie das Kulturbüro mit Veranstaltungen ab September umgeht, werde nachgedacht. Dazu gebe es bislang aber noch keine endgültige Lösung

Katharina Schmidt