Kita St. Vitus, Begehung mit den Anwohnern – Foto: Gemeinde Kriftel

KRIFTEL – Er ist groß, hell, modern und fügt sich als Gebäude gut in die Umgebung ein: der Neubau der Kita St. Vitus in der Rossertstraße. Rundum bepflanzt, fertig gepflastert, mit mehreren Laternen beleuchtet kann man inzwischen schon sehen, wie der Neubau zur Eröffnung „leuchten“ wird. „Die Kinder werden am Montag, den 22. Juni, endlich in die neue Kita einziehen“, verkündet der Erste Beigeordnete Franz Jirasek. Es macht ihn stolz, dass er immer wieder positiv auf das Projekt angesprochen wird – ob von Gemeindevertretern, Erzieher/innen, Elternbeiräten oder Anwohnern. Letztere führte er am Mittwochnachmittag durch die Kita. „Am kommenden Donnerstag haben alle Mandatsträger die Gelegenheit, das bezugsfertige Gebäude zu besichtigen“, kündigt Jirasek an.

Auch wenn die Architektur des Gebäudes außen schlicht erscheint: Das zweistöckige Gebäude beeindruckt vor allem durch die großzügigen Gruppen- und praktisch angeordneten Funktionsräume, die vielen bodentiefen Fensterflächen und die gute Akustik. Der 80 Quadratmeter große Mehrzweckraum kann komplett von der Kita separiert werden und nach Kitaschluss auch für kulturelle Veranstaltungen genutzt werden.

Die Corona-Pandemie hat den Einzug verzögert: Am 20. April sollen die Kinder schon in die neue Kita einziehen. „Das hat uns Zeit gegeben, mit dem Außengelände schon beinahe fertig zu werden. Auch die Möbel hatten eine lange Lieferzeit“, so Jirasek, der die Kita jetzt besuchte. Er ist mit dem Verlauf der Bauarbeiten zufrieden: „Der Bauantrag wurde im Juli 2018 eingereicht, die Erdarbeiten auf dem 2.600 Quadratmeter großen Grundstück haben im Oktober 2018 begonnen.“ Trotz der hohen Auslastung im Baugewerbe sei es gelungen, durch zeitgerechte Ausschreibung der Gewerke keine großen Verzögerungen hinnehmen zu müssen. Gesamtbudget: 5,4 Millionen Euro.

Foto: Gemeinde Kriftel

Auf gepackten Kisten
„Wir sitzen auf gepackten Kisten“, berichtete Kitaleiterin Sylvia Bernstein noch am Mittwoch. Diese wurden zwei Tage später von einer Umzugsfirma abgeholt. Am 15. Juni werden die neuen Möbel geliefert. „Eigentlich hätten wir vor dem Umzug eine Woche Schließzeit vorgesehen, um alles in Ruhe einzuräumen. Das wollen wir den Eltern aber jetzt – nach den vielen Wochen ohne Kinderbetreuung – auf keinen Fall zumuten“, so Bernstein. Die Kollegen, die zurzeit nicht in der Kinderbetreuung tätig sind, weil sie zur Risikogruppe gehören, werden die Kisten ausräumen und alles so gut wie möglich einrichten. „Am Montag, den 22. Juni, werden wir uns zunächst in unserer alten Kita an der Bleichstraße mit den Kindern treffen und gemeinsam zur neuen Kita laufen“, so Bernstein zum Ablauf des Umzugs.

Ein großes Einweihungsfest werde es zwar nicht geben, aber eine Zeremonie mit Segnung und kurzen Reden sei geplant. „Die große Feier wird nachgeholt“, so die Kitaleiterin, die sich mit den Kollegen schon sehr auf den Umzug freut: „Dort haben wir viel mehr Möglichkeiten.“ Noch werden coronabedingt allerdings nicht alle sechs Gruppen – vier Ü3- und zwei U3-Gruppen – von Beginn geöffnet sein, zudem der Träger des katholischen Kindergartens noch auf Personalsuche ist.

Tina Schehler