HOFHEIM – Die Wochenbettambulanz nimmt Anfang Juli ihre Arbeit auf. Wie Kreisbeigeordnete Madlen Overdick mitteilt, hatte das neue Angebot des Main-Taunus-Kreises und seiner Kliniken in Kooperation mit freiberuflichen Hebammen in den vergangenen Wochen wegen der Einschränkungen durch Corona noch nicht starten können. „Mit den Lockerungen und den aktuell niedrigen Infektionszahlen im Main-Taunus-Kreis können wir diese wichtige Unterstützung für werdende und junge Familien endlich anbieten“, fasst die Gesundheitsdezernentin zusammen. Die ebenfalls vom Kreis gegründete Hebammen-Koordinierungsstelle hatte bereits im Januar die Arbeit aufnehmen können.

Die Wochenbettambulanz steht von der Geburt bis zur 12. Lebenswoche offen. Möglich sind bis zu drei Termine von je 60 Minuten Dauer. Die Wochenbettambulanz wird im Krankenhaus Bad Soden angeboten; nach den Worten des Klinik-Geschäftsführers Stefan Schad erweitert sie das zertifizierte Spektrum der dortigen Geburtshilflichen Klinik und soll „jungen Müttern mit der Sprechstunde Sorgen abnehmen“.

„Ich freue mich, dass wir endlich damit beginnen können und so die Familien unterstützen, die keine Hebamme finden konnten“, erläutert Helene Schwarz, die als eine von vorerst vier freiberuflichen Hebammen die Sprechstunden leistet. Eine Anmeldung ist nötig bei der ebenfalls in diesem Jahr eingerichteten Hebammen-Koordinierungsstelle im Landratsamt.

Die Koordinierungsstelle ist ein weiterer Baustein der Unterstützung für werdende und junge Familien im Main-Taunus-Kreis. Wer erfolglos nach einer Hebamme gesucht hat, kann sich hierhin wenden. Overdick zufolge sind dort seit Februar fast 150 Anfragen eingegangen; in 25 Fällen wurden Hebammen vermittelt: „Wir liegen also mit unserem Unterstützungsangebot richtig. Das zeigt aber gleichzeitig: Wie in ganz Deutschland brauchen auch wir mehr Hebammen.“

Die Hebammen-Koordinierungsstelle ist erreichbar unter Tel. 06192/2012007 (werktags von 10 bis 12 Uhr) und per Mail unter hebammen@mtk.org. Weitere Informationen zu den Angeboten gibt es auf der Internetseite des Main-Taunus-Kreises (www.mtk.org) und der Kliniken unter www.kliniken-mtk.de/hebammenbetreuung.

Dr. Johannes Latsch