RÜSSELSHEIM – Seit Mittwoch (1. Juli) ist es nun soweit: Der öffentliche Badetrieb in dem neuen Freibad an der Lache hat begonnen – allerdings unter Corona-Auflagen. Die Sanierungsarbeiten hatten im Februar 2019 begonnen, und im September gab es einen ersten Probebetrieb mit den Vereinen. „Die Arbeiten haben sich gelohnt. Es ist eine attraktive Anlage entstanden“, sagte Stadtrat Nils Kraft bei einer Begehung. Beim Einbau einer Edelstahlwanne in das vorhandene 50 Meter-Schwimmbecken wurde darauf geachtet, dass das Becken weiterhin für Wettkämpfe geeignet ist. Für Kinder gibt es ein Nichtschwimmerbecken mit Rutsche und für die ganz Kleinen ein Planschbecken, an dem eine Wasserschlange und ein Nilpferd auf Besuch warten.

Foto: Stadt Rüsselsheim am Main

Die Stadt hat in dem Außenbereich neue Umkleidekabinen sowie Duschen und Sanitäranlagen gebaut. Beim Umkleidebereich ist auch ein Kiosk vorgesehen, der aber erst im kommenden Jahr an den Start gehen wird. Insgesamt ist die Außenfläche ähnlich groß wie vorher. Auf dem Außengelände gibt es einen neuen Spielplatz mit Klettertürmen, der Rollrasen wurde mit Beregnungsanlage verlegt. Außerdem wurden zusätzliche Bäume gepflanzt, damit sie Schatten spenden können, wenn sie erst einmal größer sind. Fürs Kicken steht das bisherige Fußballfeld zur Verfügung.

Kraft wies darauf hin, dass sich sowohl der Umkleidebereich des Freibads auch das gesamt Hallenbad durch eine kompakte Bauweise auszeichnen. Der Kassenbereich ist so angelegt, dass von dort aus die Gäste für den Sommer- und für den Winterbetrieb bedient werden können. Durch die kompakte Bauweise wurden jährlich Einsparungen bei den Betriebskosten von zirka 1 Million Euro bei einem volljährigen Normalbetrieb gegenüber dem alten Bad ermittelt. Die Gesamtkosten für den Neubau des Hallenbads, den Abriss des alten Freizeitbades, die Entsorgung und die Sanierung des Freibads werden sich voraussichtlich auf 16,9 Millionen Euro belaufen. Letzte Schlussrechnungen stehen noch aus.

Bei der Begehung konnte Kraft neben dem Abschluss der Arbeiten eine weitere gute Nachricht verkünden: Die Stadt hat die Schließzeiten genutzt, um weiter nach den Gründen für den Pfützenkeim zu forschen, der immer wieder in der Trinkwasseranlage nachgewiesen werden konnte. Die Ursache ist nun geklärt: Die Enthärtungsanlage war überdimensioniert, und der Keim hatte dort einen Rückzugsort, den die Stadt auch mit den unterschiedlichsten Spülaktionen nicht erreichen konnte. Im Zuge der Gewährleistung wurde die bisherige Anlage ausgebaut. Bis zum Herbst wird nun eine korrekt dimensionierte Anlage eingebaut.

Weitere Informationen und den Link zum Online-Ticketing gibt es unter www.ruesselsheim.de.

Magistrat der Stadt Rüsselsheim am Main
Fachbereich Zentrales