RÜSSELSHEIM – Das historische Foto aus dem Jahr 1895 besitzt bis heute Seltenheitswert: die fünf Söhne von Adam Opel auf einem Fünfer-Rad sitzend. „Für mich zeigt das Bild, dass sich die Brüder einig waren und ein gemeinsames Ziel hatten“, sagt Carlo von Opel, der Urenkel von Adam Opel. „Den Sport und die Leidenschaft mit den Produkten aus dem Hause Opel zu verbinden, diese Marketing-Idee war völlig neu“, lobt auch sein Neffe Christoph von Opel, der in Wiesbaden gemeinsam mit seiner Frau Charlotte das Unternehmen Schimmelreiter, eine Agentur für Kommunikation und Design betreibt, die Aktivitäten seiner Vorfahren.

Jürgen Gelis vom Förderverein des SC Opel Rüsselsheim hatte die Idee, von den fünf Opel-Brüdern auf dem Rad eine einzigartige Nachbildung fertigen zu lassen und die lasergeschnittene Silhouette zum Verkauf anzubieten. „Die Corona-Pandemie ist auch an uns nicht spurlos vorbei gegangen, wir haben erhebliche Einnahmeverluste, schon weil unser Gastronom infolge des Virus den Betrieb vorübergehend eingestellt hat und uns die Pachteinnahmen fehlen“, sagt Vereinsvorsitzender Michael K. Theis. „Die Lage ist wirklich ernst, daher ist es unser Wunsch, dass alle, denen das Wohlergehen des SC Opel etwas bedeutet, sich ein Exemplar der Opel-Brüder zu legen.“

Viele Vereine kämpfen um ihre Existenz“, sagt Timo Schmuck, Leiter Vertrieb und Marketing bei der Rüsselsheimer Volksbank, „doch wir lassen die Ehrenamtlichen nicht im Regen stehen“. Er verweist auf die Initiative „Wir helfen beim Helfen“, über die auch der SC Opel eine Unterstützung für die Produktion der Opel-Brüder in Höhe von 750 Euro erhalten hat, „damit beim Verkauf mehr für die Vereinskasse übrig bleibt“.

Gefallen gefunden an dem Relief haben auch Gregor von Opel, Ralph Hurlin und Ariane Dörhöfer, die für ihre Unternehmen jeweils eine stattliche Anzahl von Miniatur-Exemplare erworben haben.

Ralph Hurlin, übrigens ein Cousin von Christoph von Opel, findet das Miteinander, das die Opel-Brüder verkörpern, besonders passend zu dem Familienbetrieb, den sein Bruder Jochen und er heute leiten: „Was unsere Eltern Uwe und Lorle Hurlin 1970 gegründet haben, ist heute ein Optik- und Akustikunternehmen mit acht Filialen im Rhein-Main-Gebiet.“

Für Ariane Dörhöfer von der MOTORWORLD Rüsselsheim haben die Opel-Brüder am historischen Standort besonderen Charme und passen nach ihrer Meinung hervorragend zu dem geplanten Oldtimer- und Sportwagenzentrum: „Die mobile Leidenschaft von MOTORWORLD geht über das Auto hinaus.“

Gregor von Opel setzt mit seiner Firma Opelit unterdessen die Fahrrad-Tradition von Opel fort. „Wir verkaufen die gesamte Palette an Fahrrädern, von Kinder- über Renn- bis zu Trekkingrädern mit und ohne Motor“, erklärt Vertriebsleiter Charly Brech.

Die fünf Opel-Brüder gehörten zwischen 1890 bis 1900 zu den erfolgreichsten Radrennfahrern überhaupt. Sie gewannen Welt- und Europameisterschaften und auch die damals sehr beliebten Fernfahrten, wie zum Beispiel Basel-Cleve. Auch das erste Rennen vor 100 Jahren auf der inzwischen weitgehend im Dornröschen-Schlaf versunkenen Opel-Rennbahn in einem Waldstück bei Rüsselsheim war ein Radrennen.

„Auch an all das erinnert unsere kleine Skulptur“, meint Michael K. Theis. Wer die Opel-Brüder erwirbt erhält als Beisteller eine Hardcover-Kopie des Fotos dazu. Der Verkaufspreis ist mit 30 Euro angesetzt. „Wer mehr geben möchte, um dem SC Opel zu helfen, ist selbstverständlich willkommen, wir stellen auch Spendenquittungen aus.“

Die Opel-Brüder sind erhältlich bei Mode Hartmann (Friedensplatz 9), im Michael Jahr Goldschmiedeatelier (Haßlocher Straße 136) und in der Buchhandlung Kapitel 43 (Marktstraße 32-34). Zudem können sie online bestellt werden über www.scopel.de , dann fallen allerdings Versandkosten an. Ansprechpartner für Anfragen rund um die Opel-Brüder ist Jürgen Gelis, 0172 6880659.

Jürgen Gelis