KRIFTEL – Der Schützenverein 1935 Kriftel hatte am 8. März einen Antrag „auf Gewährung von Investitionszuschüssen“ gestellt, die Gemeindevertretung beschloss jetzt in ihrer Sitzung am 2. Juni in der Kleinen Schwarzbachhalle – wie vom Gemeindevorstand empfohlen – dem Antrag stattzugeben und für das Haushaltsjahr 2021 die entsprechenden Mittel bereitzustellen. Der Verein möchte seine Zehn-Meter-Luftpistolen/Gewehranlage umbauen und modernisieren.

„Die Gemeinde Kriftel unterstützt – in Anlehnung an die Regelung des Main-Taunus-Kreises – Krifteler Vereine und Organisationen mit Investitionszuschüssen für Neubauten sowie die Unterhaltung von vereinseigenen Anlagen“, erläutert Bürgermeister Christian Seitz. „Der Zuschuss beträgt bis zu maximal zehn Prozent der zuschussfähigen Baukosten. Der Antrag mit einem entsprechenden Finanzierungsplan ist jeweils bis zum 30. Juni des laufenden Kalenderjahres für das nächste Jahr zu stellen.“

150 Arbeitsstunden
Der Kostenvoranschlag des Schützenvereins beläuft sich auf insgesamt 46.642 Euro. Dazu kommen circa 150 Arbeitsstunden von Vereinsmitgliedern, die mit je 10 Euro angesetzt wurden. Dies ergibt einen Gesamtbetrag von 48.142 Euro. Im Haushaltsplan 2021 sollen nun – mit Beschluss der Gemeindevertretung – Mittel in Höhe von 4.814 Euro als Investitionszuschuss für die baulichen Maßnahmen bereitgestellt werden.

Bürgermeister Seitz lobte das Engagement des Vereins und hob auch die vielen Erfolge der Schützen hervor: Von mehreren Mannschaften des Vereins spielt eine in der „Bundesliga Luftpistole“, eine Mannschaft in der Bezirksliga „Luftgewehr“, die Mannschaft „Sportpistole“ schießt in der Oberliga Süd. Da die Schießstände mit den bisherigen Scheibenzuganlagen nicht mehr zeitgemäß sind, sollen die bestehenden 14 „alten“ Stände zu 12 modernen elektronischen Ständen umgebaut werden. Für Anfänger bleiben zwei alte elektrische Zuganlagen bestehen.

Tina Schehler