KRIFTEL – Die Freiwillige Feuerwehr Kriftel verfügt jetzt über eine weitere Wärmebildkamera. Diese hat am Dienstagnachmittag (6.7.) Dieter Wagenknecht von der SV SparkassenVersicherung/SV Kommunal an den Ersten Beigeordneten Franz Jirasek und Gemeindebrandinspektor Patrick Kilian übergeben. „Wir fördern seit vielen Jahren die Feuerwehren. Dabei haben wir – wie die Feuerwehr – vor allem Schutz und Rettung von Menschenleben im Blick, aber natürlich auch die Gebäuderettung und die Verhütung von Schäden“, so Wagenknecht. Bei der SV SparkassenVersicherung versicherte Kommunen können Wärmebildkameras kostenfrei erhalten. „Hiermit soll die Einsatzfähigkeit der Wehren gestärkt und der kommunale Haushalt entlastet werden“, so Wagenknecht weiter.

Der Erste Beigeordnete Franz Jirasek bedankte sich herzlich für die Unterstützung: „Eine gute Ausrüstung der Wehr ist im Einsatzfall das A und O.“ Die neue Wärmebildkamera hat einen Wert von 1.600 Euro. „Das ist schon eine Investition“, so Patrick Kilian. Mit zwei Kameras dieser Art war die Krifteler Wehr zuvor bereits ausgestattet. „Aber man kann nicht genug davon haben!“

Wärmebildkameras sind ein Mittel der modernen Brandbekämpfung bei Gebäudebränden: Mit ihrer Hilfe kann in einem brennenden Haus nicht nur der Brandort lokalisiert und effektiv zu bekämpft werden, mit möglichst geringem Brand- und Löschwasserschaden, sondern man kann sie auch gezielt zur Personensuche und -rettung einsetzen. „In einem verrauchten Raum muss man sich wie ein Blinder vortasten“, weiß Kilian. Eine Wärmebildkamera wandelt die Infrarotstrahlung, die von einer Wärmequelle ausgeht, in ein für Menschen sichtbares Bild um. Mit der Wärmebildkamera kann man also besser sehen und vermisste Personen schneller retten. Aber auch zur Lagebeurteilung, bei Gefahrguteinsätzen oder bei der Personensuche nach Verkehrsunfällen ist sie ein wichtiges Hilfsmittel.

„Wir planen, bis 2023 mehr als 800 versicherte Kommunen mit einer kostenlosen Wärmebildkamera auszustatten und investieren damit circa 1,3 Millionen Euro in diese Maßnahme der Feuerwehrförderung“, betont Dieter Wagenknecht.

Tina Schehler