KRIFTEL – Die Entsorgung von Abfällen ist in vielen Kommunen ein aktuelles Thema. „Bereits vor der Corona-Pandemie haben die Mengen von Papier und Pappe deutlich zugenommen“, stellt Bürgermeister Christian Seitz fest. „Die Gemeinde Kriftel hat bereits vor eineinhalb Jahren darauf reagiert und weitere Container im Gemeindegebiet aufgestellt.“ Doch seit März sei festzustellen, dass die zweimal wöchentlich geleerten Container sofort wieder gefüllt sind: Teilweise seien diese am Tag der Entleerung abends wieder voll.

„Zum einen bestellen die Bürger durch die Corona-Pandemie sicher mehr online, was zusätzliche Verpackungskartonage mit sich bringt. Es liegt unter anderem aber auch daran, dass gewerbliche Entsorgungen über die Depotcontainer erfolgen“, weiß Fachbereichsleiter Tobias Guldner. Er weist darauf hin, dass gewerbliche Abfälle grundsätzlich auf anderem Wege entsorgt werden müssen. „Die öffentlichen Entsorgungsmöglichkeiten, und damit auch die aufgestellten Depotcontainer, sind auf haushaltsübliche Mengen ausgelegt“, macht er deutlich.

Abfallsammelstelle: Drei Mal in der Woche Papier entsorgen!
Die Gemeinde Kriftel biete mehrere Möglichkeiten, um die Entsorgung von Papier und Pappe vorzunehmen: Die Papiertonne wird kostenfrei bereitgestellt und abgeholt. Guldner: „Für Gewerbetreibende interessant ist hierbei die 1,1-Qubikmeter- Tonne. Aber auch auf der Abfallsammelstelle steht ein großer Abrollcontainer zur Verfügung, in dem drei Mal wöchentlich große Mengen entsorgt werden können. Auch die Haushalte haben hier die Möglichkeit, große Kartons aus einer Anschaffung oder Lieferung zu entsorgen“, betont er.

„Müll einfach aus reiner Bequemlichkeit neben die Depotcontainer zu entsorgen, das ist nun wirklich nicht zu akzeptieren“, findet auch Bürgermeister Seitz. „Wir beobachten immer öfter, dass obwohl noch Kapazitäten vorhanden sind, große Kartons einfach neben die Container gestellt werden. Und die Zimmertür oder der Farbeimer kommt gleich mit dazu.“ Leider seien die „Schmutzfinken“ nicht immer zu ermitteln. „Und auch volle Depotcontainer berechtigten nicht dazu, seinen Müll einfach daneben zu platzieren.“ Also: Auch wenn es nervig ist, so muss der Abfall dann wieder mitgenommen oder zum nächsten Standort transportiert werden. Aber spätestens drei Tage später öffnet ja auch die Abfallsammelstelle wieder…

Tina Schehler