GINSHEIM – Die Entscheidung ist gefallen. In einer Videokonferenz am vergangenen Mittwoch (9.7.) hat der Fachausschuß Radball/Radpolo im Hessischen Radfahrerverband (HRV) entschieden, die laufende Saison der Oberliga, Verbandsliga und Landesliga abzubrechen. Im Nachwuchsbereich ist geplant, die finalen Hessenliga-Spieltage der Altersklassen U15 und U13 am 29. und 30. August 2020 durchzuführen um zumindest einen Hessenmeister küren zu können. Die U17- und U19 Radballer hatten die Hessenmeisterschaft ja bereits beendet. Hier belegten Nico Biederwolf und Kevin Auth den 6. Platz, der der Teilnahme an der DM-Quali. U17 gereicht hätte.

In der Altersklasse U15 sind mit Lucas Singer und Moritz Rauch auch zwei RSG-Radballer betroffen, die bereits seit Mitte Mai wieder trainieren konnten und somit nicht ganz ohne Radkontakt das Finale angehen können. Gespielt wird voraussichtlich am 29.8.20 in der Sporthalle am Waldsportplatz in DA-Eberstadt.

In den fünf Eliteligen, die vom HRV betreut werden, wird es weder Auf- noch Absteiger geben. In der Oberliga, in der ja insgesamt VIER RSG-Teams vertreten sind, werden die Ergebnisse des 4. Spieltags gestrichen und die Abschlußtabelle der Vorrunde für die Statistik verwendet. Die Verbandsliga „Süd“ war ohne Ginsheimer Beteiligung, hier wurde die Vorrunde abgeschlossen und dieser Stand gewertet.

In der Landesliga „Süd“ war die Vorrunde noch nicht abgeschlossen, hier wurde nach Rücksprache mit den betroffenen Vereinen die Liga nach zwei Spieltagen für beendet erklärt. Betroffen aus RSG-Sicht sind Patrick Hackhausen und Heiko Ludwig, die auf Rang zwei der Tabelle lagen und gute Aussichten hatten, als Staffelsieger hervorzugehen.

Alle Mannschaften, die in der Saison2020 in den genannten Ligen am Start waren, sind auch für die Saison2021 startberechtigt. Hinzu kommen evtl. ausscheidende U19-Mannschaften, die je nachdem, wie es national weitergeht, in die entsprechenden Ligen eingeteilt werden.

  1. Bundesliga/Pokal: Noch keine Entscheidung

Für die Zweitligaradballer Lars Meierle und Dennis Lipp sowie für die beiden Radpolo-Zweitligateams der RSG Lisa Schindel/Svea Karheiding und Darleen Tomic/Klara Guthmann ist die Saison ja bereits beendet.

Wie es allerdings im Radpolo- und Radball-Oberhaus weitergeht steht derzeit noch in den Sternen. Bei der Fachwartetagung des Bund Deutscher Radfahrer (BDR) am vergangenen Sonntag, (5.7.) wurde weder eine endgültige Entscheidung zu den 1. Bundesligen noch zum Deutschlandpokal getroffen. Insbesondere beim Radball hängt alles davon ab, ob die vom 27. bis zum 29. November 2020 in Stuttgart geplante Hallenrad-Weltmeisterschaft stattfinden wird. Man darf also gespannt sein, wie der Internationale Radsportverband (UCI), entscheiden wird. Eine Entscheidung wird spätestens bis Ende Juli erwartet. Tendenziell scheint es eher darauf hinaus zu laufen, dass die WM auf das kommende Jahr verschoben wird und in diesem Jahr ausfällt.

Ebenfalls noch offen ist, wie es mit den Radball-Nachwuchsmannschaften weitergeht. Insbesondere die U19-Teams, die altersmäßig ausscheiden, sollen die Chance erhalten, sich für die 2. Radball-Bundesliga zu qualifizieren. Wie das geschehen soll, steht ebenfalls noch nicht fest.

Karl-Heinz Müller