TREBUR – Und nun kommt sie endlich: Inka Meyer ist mit ihrem Programm Der Teufel trägt Parka“ am Freitag, 7. August, im Rahmen des Treburer Kultursommers ab 20 Uhr auf dem Festivalgelände neben dem Schwimmbad zu erleben. Eigentlich sollte die Veranstaltung, die vom Verein Treburer Theater Tage (TTT) organisiert wird, in der Reihe „Kabarett im Rathaus“ stattfinden – doch die für den 14. März geplante Vorstellung fiel dem Corona-Virus zum Opfer.

„Wir sind froh, dank des Treburer Kultursommers einen Ersatztermin anbieten zu können“, freut sich die Vereinsvorsitzende Susanne Schwarz, „denn auf absehbare Zeit ist es schwer vorstellbar, dass das Rathaus wieder in gewohnter Weise für Kabarettveranstaltungen zur Verfügung steht.“ Zumal die Treburer Theater Tage das erfreuliche Dilemma hatten, dass der erste Termin mit Inka Meyer mit 150 Plätzen ausverkauft war.

Die Karten vom März behalten ihre Gültigkeit. Zudem stehen aufgrund der größeren Kapazität auf dem Festivalgelände noch hundert Karten im freien Verkauf zur Verfügung. Wer Inka Meyers hochkomisches Plädoyer „gegen den Wahnsinn der Schönheitsindustrie und für eine entspannte Weiblichkeit“ live erleben will, kann online Tickets zum Preis von 20 Euro zuzüglich Vorverkaufsgebühr buchen. Mehr Informationen dazu auf www.trebur.de .

„Als Folge von Corona müssen wir die Kontaktdaten aller Besucher erfassen und feste Plätze zuweisen“, erklärt Susanne Schwarz. Wer bereits Karten besitzt und zusammen sitzen möchte, sollte im Vorfeld die Kontaktdaten (Name, Adresse, Telefonnummer) aller Karteninhaber per Mail an kuso@tttage.de den Treburer Theater Tage mitteilen. Die Veranstaltungen sind bestuhlt (Bierzeltgarnituren), maximal sechs Menschen dürfen zusammen sitzen. Wer ohne vorherige Registrierung zur Abendkasse kommt, muss damit rechnen, dass Besucher, die zusammensitzen möchten, getrennt werden.

Selbstverständlich können Karteinhaber ihre Tickets auch zurückgeben und sich das Eintrittsgeld erstatten lassen. Dazu sind die Karten per Post und mit Angabe der IBAN und dem Namen des Kontoinhabers an Gerd Bellin, c/o Treburer Theater Tage, Moselstraße 8 in 65468 Trebur zu senden. Wer seine Einzelkarte online bestellt hatte, bekommt sein Geld retour, wenn er seinen Namen und die Bankverbindung an vorverkauf@tttage.de mailt. 3-Tageskarten werden anteilig mit 18,33 Euro zurückerstattet. Karteninhaber, die nicht zur Veranstaltung kommen und auf eine   Erstattung verzichten, tun damit Gutes: Das Geld wird der Künstlerin gespendet, die von ihrem Bühnen-Einsatz lebt: „Der Teufel trägt Parka“, das neue Kabarettprogramm von Inka Meyer, witzig, relevant und brillant recherchiert.

Jürgen Gelis


Foto: Simon Büttner

„Der Teufel trägt Parka“

Ein hochkomisches Plädoyer gegen den Wahnsinn der Schönheitsindustrie und für eine entspannte Weiblichkeit.                    
Die Botschaft der Mode- und Kosmetikbranche ist klar: „Frauen, ihr lauft aus, werdet alt, seid zu fett und habt zu viele Haare.“ Um diesem Makel zu entgehen, klatschen sich schon Grundschülerinnen so viel Wimperntusche ins Gesicht, dass sie an der Schulbank sitzend vornüberkippen. Und der achtzigjährige Senior führt seine kanariengelbe Hippie-Jeans spazieren, dass man sich fragt: „Hat der Mann einen Schlag oder einen Anfall?“ Ist doch wahr. Vieles, was wir tragen, ist untragbar, erschreckt nur die Katze und regt die Nierenfunktion des Hundes an.
Das alles wird von den Modekonzernen gestickt eingefädelt, damit sich ihre Gucci-Taschen mit unserer Kohle füllen. Die Chemie in den Schuhen macht uns krank, durch die Ananas-Diät sind wir ungenießbar. Aber mit dem Weizengras-Smoothie in der Hand hetzen wir weiter jedem Beauty-Trend hinterher. Und am Ende sind wir schön. Schön blöd. Doch wenn wir an die neunjährige Näherin in Bangladesch denken, dann sollten wir eigentlich gar nicht mehr in den Spiegel schauen.
„Der Teufel trägt Parka“ – das neue Kabarettprogramm von Inka Meyer: witzig, relevant und brillant recherchiert. Und dieses satirische Schmuckstück begeistert natürlich auch die Herren der Schöpfung. Denn für die Männer gilt genauso: „Schlägt der Arsch auch Falten, wir bleiben stets die Alten.“ Außerdem wird hier endlich Adams uralte Frage geklärt: „Was treibt diese Frau eigentlich so lange im Bad?“
Alle Infos: www.inkameyer.de

Inka Meyer