RÜSSELSHEIM – Erneut Gute Noten für den Rüsselsheimer Stadtwald: Bereits im Jahr 2012 hat die Stadt Rüsselsheim für ihren Wald die Überprüfung durch die paneuropäische Forstzertifizierung (PEFC) mit guten Beurteilungen bestanden. Die Stadt Rüsselsheim ist der paneuropäischen Forstzertifizierung im Jahr 2002 beigetreten. Nun kontrollierte ein unabhängiger Gutachter am 24. Juli 2020 zum zweiten Mal die Einhaltung der PEFC Kriterien und -Standards. Fazit des Gutachters: Die Waldbewirtschaftung durch die Stadt Rüsselsheim erfolgt besonders nachhaltig und zukunftsorientiert. Ein Novum, das dem Gutachter besonders auffiel ist, dass die Stadt Rüsselsheim im Robiger einen lichten Altbestand mit Traubenkirschen nutzt, um darunter besonders naturverträglich die Stieleiche anzubauen und ihr den Schutz der vorhandenen Bäume zu gewähren. Auch die schönen ca. 240-jährigen Altbestände mit Eiche und Buche in Königstädten hatten es dem Gutachter angetan.

Die Stadt Rüsselsheim besitzt rund 800 Hektar Wald. Schon vor der Zertifizierung hat die Stadt den Wald ressourcenschonend bewirtschaftet. Deswegen scheute sie vor zehn Jahren nicht die strengen Kriterien der Zertifizierung, die für die Waldbewirtschaftung hohe ökonomische und ökologische sowie soziale Standards setzt, anzunehmen. Entscheidend für die Überprüfung durch die paneuropäische Forstzertifizierung sind Maßnahmen der Waldbewirtschaftung und Waldpflege, von der Baumartenwahl über die Verjüngungs- und Pflegeverfahren bis hin zur Holzernte.

Zu den fünf Bewertungskriterien zählen die forstlichen Ressourcen, die Gesundheit und Vitalität des Waldes, die Produktionsfunktion, die biologische Vielfalt sowie die Schutzfunktion. Diese fünf Kriterien hat die Stadt Rüsselsheim bestens erfüllt. Durch die vorausschauende Planung der Stadt wird der Wald erhalten und in seiner Beschaffenheit verbessert. Bei sämtlichen Maßnahmen wird auf die Empfindlichkeit des Ökosystems Rücksicht genommen und zum Beispiel nicht gedüngt, um den Holzertrag zu steigern. Außerdem sind der Stadt Mischbestände mit standortgerechten Baumarten, die sich zum großen Teil natürlich verjüngen, wichtig. So setzt sie beispielsweise bei Nachpflanzungen insbesondere Stieleichen ein, damit der Wald Klimaextremen besser Stand hält und auch für die folgenden Generationen Raum für Erholung und ein stabiles Ökosystem bietet.

Magistrat der Stadt Rüsselsheim am Main
Fachbereich Zentrales