RÜSSELSHEIM – Vor mehr als 100 Jahren eröffnete der neue Friedhof an der damaligen Ortsrandlage von Rüsselsheim an der Grenze zu Haßloch. Er löste die Begräbnisstätte an der Mainzer Straße ab und entwickelte sich im Laufe der Jahre zu einer bedeutenden Kulturstätte. Nicht nur Gräber mit ihren Gedenksteinen prägen den Ort und erinnern an Menschen, die einmal in dieser Stadt gelebt haben. Auch die Architektur der Anlage, Wegeplanung und Orte des kollektiven Erinnerns haben ihre Spuren hinterlassen.

Das Stadt- und Industriemuseum der Stadt Rüsselsheim am Main bietet am Sonntag (13. September) um 14 Uhr eine Führung auf dem Waldfriedhof mit Kunsthistorikerin Cornelia Steffen-Hammes an. Bei dem Rundgang werden viele Aspekte beleuchtet. Er eröffnet Zugänge zur Geschichte, die weit über das stille Gedenken an die Verstorbenen hinausgehen. Er gibt Einblick in gesellschaftliche Debatten, die auch auf dem Friedhof ihren Widerhall gefunden haben. Treffpunkt ist am Haupteingang des Waldfriedhofs an der Hermann-Löns-Straße.

Aufgrund der coronabedingten Hygiene- und Abstandsregelungen ist die Teilnahme begrenzt und eine telefonische Voranmeldung unter 06142 83-2950 oder per E-Mail an museum@ruesselsheim.de unbedingt notwendig. Das Ticket kostet 6 Euro, es muss vorab an der Museumskasse (Hauptmann-Scheuermann-Weg 4) abgeholt werden. Für den Eintritt in die Friedhofshalle ist ein Mund-Nasen-Schutz erforderlich.

Magistrat der Stadt Rüsselsheim am Main
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