RÜSSELSHEIM – Um die Versorgung mit Betreuungsplätzen für Kinder ab Vollendung des ersten Lebensjahrs weiter auszubauen, will die Stadt Rüsselsheim am Main Kita-Räume in einem Neubau der gewobau am Masurenweg 9 anmieten. „Der Magistrat hat heute mit einem Grundsatzbeschluss grünes Licht gegeben, mit einem entsprechenden Beschlussvorschlag auf die Stadtverordneten zuzugehen“, erklärt Bürgermeister Dennis Grieser. Entstehen soll am Masurenweg eine dreigruppige Krippe mit 36 Plätzen, die die Stadt für 25 Jahre anmietet. Die Räume sollen schlüsselfertig errichtet und dann an die Stadt übergeben werden.

Entstehen sollen die Kita-Räume im Erdgeschoss des Neubaus und rund 700 Quadratmeter Nutzfläche haben. Hinzu kommt ein 600 Quadratmeter großes Außengelände. In dem Gebäude werden außerdem 12 bis 15 familiengerechte und barrierearme Wohnungen entstehen. „Zum einen will die Stadt Rüsselsheim die Vereinbarkeit von Familie und Beruf fördern, zum anderen müssen wir den Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz umsetzen“, sagt Grieser. Das Grundstück, auf dem gebaut werden soll, liegt in direkter Nachbarschaft zur bereits vorhandenen städtischen Kita Sachsenweg. Aktuell befindet sich eine Seniorenwohnanlage auf dem Gelände, die aufgrund des Alters und damit des baulichen und energetischen Zustands jedoch abgerissen werden soll.

„Ich bin froh, dass wir mit dieser Option eine mögliche Fläche für eine Krippe gefunden haben, denn wir benötigen dringend weitere Kita-Plätze“, sagt Grieser, da Rüsselsheim wächst, und mit der steigenden Einwohnerzahl auch mehr Kita-Plätze benötigt werden. Um diese Entwicklungen steuern zu können, erhalten Magistrat und Stadtverordnete jährliche Vorlagen zur Planung der Versorgung mit Betreuungsplätzen.

Für die Errichtung der Krippe ist mit Baukosten von rund 2,25 Millionen Euro zu rechnen. Aus diesem Grund will der Magistrat der gewobau eine 80-prozentige Ausfallbürgschaft gewähren, damit eine kostengünstige Finanzierung der Gesamtkosten von bis zu 6 Millionen Euro auf dem Kapitalmarkt erfolgen kann. Eine Förderung des Neubaus aus dem Investitionsförderprogramm zur Kinderbetreuungsfinanzierung ist aktuell nicht möglich. Die Stadt hat zwar eine pauschale Fördersumme erhalten, diese Mittel sind jedoch bereits verplant. Es wird aber geprüft, ob für die spätere Ausstattung der Kita eine Drittmittelförderung möglich ist.

Stimmt die Stadtverordnetenversammlung dem Vorschlag des Magistrats zu, werden die Mittel für Anmietung und Betrieb der Einrichtung zum Haushalt 2024 folgende angemeldet. Mittel für Mobiliar, Erstausstattung und Spielgeräte für das Außengelände werden bereits zum Haushalt 2023 angemeldet. Für die Umsetzung der vorgesehenen Planung muss ein Bebauungsplanänderungsverfahren durchgeführt werden.

Magistrat der Stadt Rüsselsheim am Main
Fachbereich Zentrales