Das Urnenrasenfeld – Foto: Gemeinde Kriftel

KRIFTEL – Im Herbst 2019 wurde zuletzt eine Urnenwand (Kolumbarium) auf dem Krifteler Friedhof errichtet. Da der Bedarf an Urnenbestattungen in Kolumbarien nach wie vor besteht, wurde jetzt eine weitere Wand an der Innenseite der Friedhofsmauer entlang der Frankfurter Straße aufgestellt. Der Erste Beigeordnete Franz Jirasek besichtigte die Baustelle und zeigte sich sehr zufrieden: „Die Wand bildet zusammen mit zwei bereits bestehenden Urnenwänden wenige Meter entfernt ein ansprechendes Ensemble“, so Jirasek.

Die neue Wand ist identisch mit vier weiteren, an der Friedhofsmauer aufgestellten Kolumbarien, was die Größe, die Materialauswahl für die Stelen, die Urnenverschlussplatten und die Schmuckträger für das Abstellen von Blumen betrifft. Sie hat ebenfalls 18 Urnenkammern. Kosten: 25.000 Euro einschließlich aller Arbeiten.

„Da auch die Nachfrage nach Urnenrasengräbern stetig steigt, das vorhandene Urnenrasenfeld auf unserem Friedhof jedoch komplett belegt ist, soll dieses um 104 Grabstellen erweitert werden“, teilt der Erste Beigeordnete mit. Auf der angrenzenden Wiese ist ausreichend Platz, um die vorhandene Anlage „zu spiegeln“. Die bereits bestehenden Wege und Ablageflächen können verlängert beziehungsweise ergänzt werden. Die Baumaßnahme wurde bereits öffentlich ausgeschrieben, drei Angebote wurden abgegeben. Die Maßnahme kostet knapp 78.000 Euro.

Das Besondere: Die Urnen sollen in einem Erdröhren-Modulsystem bestattet werden. Oberirdisch ist die Erdröhre mit einer quadratischen Auskragung versehen, in die eine Granitplatte eingelassen wird. Das Modulsystem besteht aus Edelstahl und ist für je zwei Röhren ausgelegt. „Dieses System hat den Vorteil, dass das gesamte Urnengrabfeld bei der Baumaßnahme fertig angelegt wird“, erläutert Jirasek. „Somit ist bei der Bestattung keine Grabvorbereitung und kein Aushub nötig.“ So werde der Rasen nicht beschädigt und die Grabplatte bleibe durch den Edelstahlrahmen immer im Lot.

Tina Schehler