RÜSSELSHEIM – Das Stadt- und Industriemuseum der Stadt Rüsselsheim am Main zeigt seit Sonntag (27. September) unter dem Titel „Bodenschätze – Geschichte(n) aus dem Untergrund“ seine neue Mitmach-Ausstellung. In diesem Jahr widmet sich die Ausstellung ganz dem Boden unter unseren Füßen und darum, was sich darin alles verbirgt. „Ein Schwerpunkt unseres Kulturprofils liegt auf der kulturellen Bildung für Kinder und Jugendliche. Mit den Mitmachausstellungen wecken wir seit einigen Jahren bereits die Begeisterung für die kulturgeschichtlichen und wissenschaftlichen Themen des Museums. Ich bin davon überzeugt, wenn bereits die Jüngsten unsere Kultureinrichtungen selbstständig erleben und entdecken können, sie auch als Erwachsene immer wiederkommen“, sagt Bürgermeister und Kulturdezernent Dennis Grieser.

Der Boden vergisst nichts und bewahrt vieles und ist eigentlich das größte Museum der Welt. Nur leider stellt er seine Schätze nicht aus. Um sie zu finden, muss man die Tricks der Profis kennen und die können Besucherinnen und Besucher in der Ausstellung nicht nur kennenlernen, sondern auch ausprobieren. „Durch unsere Kooperationspartner, denen ich herzlich für ihre Leihgaben und ihre Mitwirkung danke, konnten das Museum eine spannende und erlebnisreiche Ausstellung auf die Beine stellen“, sagte Grieser. Das Herzstück der Mitmach-Ausstellung bildet die Leihausstellung „Bodenschätze. Geschichte(n) aus dem Untergrund“, eine Produktion der VARUSSCHLACHT im Osnabrücker Land gGmbH – Museum und Park Kalkriese. Dieser Ausstellungsteil lädt zu einer interaktiven Entdeckungsreise ein, bei der Besucherinnen und Besucher ab sechs Jahren allerhand Wissenswertes zum Untergrund, dem darin Verborgenen und archäologischen Forschungsmethoden erfahren. Kinder können sich selbst an einer Ausgrabung versuchen oder an der „BodenZauberMaschine“, eine Spezialanfertigung aus Schrottteilen, die Entstehung der Hauptbestandteile unserer Böden – Sand, Schluff und Ton – nachvollziehen.

An die Themensetzungen der Hauptspur anknüpfend entwickelte das Landesamt für Denkmalpflege, hessenARCHÄOLOGIE in Kooperation mit dem Stadt- und Industriemuseum der Stadt Rüsselsheim eine Begleitspur zur Archäologie in Südhessen, die nicht nur unterschiedlichste archäologische Funde aus der Region präsentiert und konkrete Fundsituationen vorstellt, sondern auch nach Vorgehensweisen und Methoden fragt. Anhand anschaulicher Beispiele gewährt die hessenARCHÄOLOGIE Einblicke in spannende eigene Projekte und stellt ihre Arbeit vor. Darüber hinaus können an vier Terminen von Oktober bis Dezember Interessierte in der Reihe „Archäologe vor Ort“ mit Berufsvertretern der hessenARCHÄOLOGIE und dem Archäologischen Museum Frankfurt bei Impulsvorträgen direkt in der Ausstellung diskutieren.  Eine besondere Art, die spannende Welt der Bodenlebewesen in der Mitmach-Ausstellung kennenzulernen, bietet die Virtual Reality-Anwendung der Senckenberg world of biodiversity.

Das geplante Begleitprogramm zur Mitmach-Ausstellung musste Corona-bedingt angepasst und der Aktionstag zur Eröffnung leider abgesagt werden. Dennoch können durch Formatanpassungen und Teilnahmebegrenzungen in den kommenden Monaten verschiedene Veranstaltungen unter Einhaltung der aktuellen Hygieneregeln durchgeführt werden.

Für Einzelbesuche ist die Mitmach-Ausstellung Donnerstag und Freitag von 14 bis 17 Uhr sowie Samstag und Sonntag von 10 bis 17 Uhr geöffnet. In den Ferien von Dienstag bis Freitag von 9 bis 13 Uhr und 14 bis 17 Uhr sowie Samstag und Sonntag von 10 bis 17 Uhr. Gruppen können die Ausstellung nach Voranmeldung unter museum@ruesselsheim.de oder 06142 83-2950 auch Dienstag bis Freitag von 9 bis 13 Uhr besuchen. Ein früherer Beginn ist wochentags nach Absprache möglich. Für Schulklassen aus Rüsselsheimer Schulen ist der Besuch der Ausstellung im Rahmen des Kultur-Budgets der Stadt Rüsselsheim kostenfrei. Bitte sprechen Sie uns auf die Rahmenbedingungen dieser Regelung an.

Weitere Informationen sind im Internet unter www.museum-ruesselsheim.de/bodenschaetze zu finden oder beim Stadt- und Industriemuseum der Stadt Rüsselsheim am Main (Hauptmann-Scheuermann-Weg 4), Telefon 06142 83-2950 oder per E-Mail an museum@ruesselsheim.de erhältlich.

Magistrat der Stadt Rüsselsheim am Main
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