FLÖRSHEIM – Die Stadtverwaltung hat in Zusammenarbeit mit der Mobilen Beratung Flörsheim ein Projekt angestoßen, das die Umgestaltung eines rund 200 Quadratmeter großen Areals nördlich des Flörsheimer Bahnhofs in einen Freiluft-Treffpunkt für Jugendliche zum Ziel hat. Dabei sollen die Jugendlichen selbst die Planung des Platzes maßgeblich mitbestimmen.

„Jugendliche gehören in die Mitte der Gesellschaft und unserer Stadt“, stellt Erste Stadträtin Renate Mohr heraus. „Deshalb haben wir einen Platz ausgesucht, der nicht irgendwo am Rand liegt. Ein Platz, der gut erreichbar ist, wo es auch einmal ein bisschen lauter werden darf und Jugendliche ungestört sind.

Mit dem Gelände an der Bahnlinie, das zudem in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof, zum Jugendtreff Güterschuppen und zu verschiedenen Einkaufsmöglichkeiten gelegen ist, glaubt die Stadtverwaltung, einen gut geeigneten Ort gefunden zu haben. „Und ein Zaun zu den Bahngleisen hin stellt sicher, dass sich niemand leichtsinnig in Gefahr begibt“ fügt Renate Mohr an.

Markus Singer, der Leiter der Mobilen Beratung Flörsheim, die sich im Auftrag der Stadt um die Jugendpflege kümmert, fasst die Bedürfnisse der Zielgruppe zusammen: „Ein Platz, auf dem sich die Jugendlichen, die sonst als Gruppe keinen eigenen Raum haben, treffen können, um in Ruhe und von Erwachsenen ungestört zusammen zu sein. Sitzmöglichkeiten und ein Dach über dem Kopf reichen als Ausstattung im Wesentlichen bereits aus.“ Der Diplompädagoge ist zuversichtlich, „dass die Jugendlichen sich mit dem selbstgestalteten Platz identifizieren und deshalb auch einen pfleglichen Umgang mit dem unmittelbaren Umfeld üben werden.“

Was sich viele Jugendliche wünschen, weiß die Mobile Beratung nicht allein aus der kontinuierlichen praktischen Arbeit mit den Heranwachsenden, sie hat auch bereits mehrere Befragungen der Zielgruppe durchgeführt. Eine weitere Umfrage soll jetzt die Vorstellungen der auf die weiterführenden Schulen Flörsheims gehenden Jugendlichen ermitteln.

Sehr konkrete Hinweise hat auch ein erster Workshop vor Ort geliefert, an dem Jugendliche ihre Überlegungen und Wünsche bezüglich der Platzgestaltung äußern konnten. „Das Interesse und die Bereitschaft mitzuarbeiten war groß“, berichten Lina van Loon und Sabrina Köpke, beides Studentinnen der Landschaftsarchitektur, die sich im Auftrag der Mobilen Beratung um die Planungen zur Platzgestaltung kümmern.

Die Stadt Flörsheim am Main stellt 20.000 Euro für die Umgestaltung des Platzes zur Verfügung. Im Sommer nächsten Jahres soll er fertig und benutzbar sein. „Bei der aktuellen Umgestaltung des Areals sollen allerdings keine Bauwerke entstehen, die bei einer möglichen anderen Nutzung des gesamten nördlichen Bahnhofgeländes aufwendig abgebrochen werden müssten“, sagt Erste Stadträtin Renate Mohr. In einem solchen Fall könnten die zur Gestaltung des Platzes verwendeten Gegenstände auch anderweitig verwendet werden, sagt sie abschließend.

Magistrat der Stadt Flörsheim am Main