KRIFTEL – Sechseinhalb Jahre lang war Martin Mohr, Diplom-Ingenieur Landschaftsarchitektur, im Krifteler Bauamt tätig. Als er vor neun Monaten die Chance hatte, sich als Stellvertretender Bauamtsleiter der Stadt Kelkheim beruflich weiterzuentwickeln, nahm er diese Chance war. „Wenngleich mir die Entscheidung nicht leichtgefallen ist“, so der 40-Jährige, der sich in Kriftel sowohl im Team als auch im vielseitigen Arbeitsgebiet sehr wohl gefühlt habe. Auch der Erste Beigeordnete Franz Jirasek ließ ihn nur schweren Herzens gehen. „So einen guten Mann verliert man ungern“, so Jirasek, der sich nun umso mehr freut, dass Martin Mohr am 1. Oktober wieder ins Krifteler Bauamt zurückgekehrt ist.

Das war möglich geworden, weil der langjährige Bauamtsleiter Christof Brandis ins Stadtplanungsamt Wiesbaden gewechselt ist. „Er hat dort ein spannendes Aufgabengebiet und wohnt um die Ecke“, hat Jirasek Verständnis. Martin Mohr nutzte die Chance, an den ursprünglichen Arbeitsort zurückzukehren und erneut einen Karrieresprung zu machen. „Kriftel ist zwar kleiner, aber man kann hier viele Dinge voranbringen und die Gemeinde mitgestalten“, findet er.

Viele große Projekte
Die Zeit in Kelkheim, das mit fast 30.000 Einwohnern fast dreimal so groß wie die Obstbaugemeinde ist, habe ihm viele gute Erfahrungen gebracht. „In jedem Rathaus wird ja anders gearbeitet“, so Mohr, der in Frankfurt-Harheim ansässig ist. In Kelkheim konnte er an vielen großen Projekten mitarbeiten: dem Neubau des Atzelbergturms, der Umwandlung des ehemaligen Pfarrzentrums in ein Stadtmuseum und dem neuen Feuerwehrgerätehaus in Eppenhain.

In Kriftel wird er sich nun vor allem um die Weiterentwicklung des Baugebietes „Am Krifteler Wäldchen“ kümmern, bei dem die Gemeinde einen entscheidenden Schritt vorangekommen sei, so Mohr. „Die nächste Phase ist die Vergabe der Erschließungsplanung. Das Umlegungsverfahren läuft.“ Auch die Planung des neuen Montessori Kinderhauses, die Erarbeitung des neuen Ortsentwicklungskonzeptes, die Begleitung des Gewobau-Projektes an der Raiffeisenstraße, der Ausbau des Radwegenetzes und die Dachsanierung der Schwarzbachhalle werden seine künftigen Schwerpunkte in Kriftel sein.

Auch in die Einsatzabteilung der Krifteler Wehr möchte er zurückkehren. In seiner Freizeit spielt er Tuba und keltert seinen eigenen Apfelwein. 2019 war er Apfelweinkönig in seiner Heimatgemeinde. Wie man alte Apfelbäume richtig beschneidet hat er den Kollegen im Krifteler Amt für Grünes auch schon einmal gezeigt.

Tina Schehler