FLÖRSHEIM – Immer mehr kulturtreibende Vereine klagen über zusätzliche Kosten durch die Corona-Krise. Gesang- und Musikvereine müssen größere Räume für ihre Proben mieten, Noten müssen eingeschweißt und größerer Aufwand bei der Desinfizierung betrieben werden.

Bürgermeister Dr. Bernd Blisch, Stiftungsratsvorsitzender der Flörsheimer Bürgerstiftung, möchte den Flörsheimer Kulturvereinen in dieser Ausnahmezeit zur Seite stehen und schlägt deshalb einen Fonds der Bürgerstiftung in Höhe von zunächst 2000 Euro vor. Der Stiftungsrat der Bürgerstiftung tagt jedoch erst Mitte November. So lange möchte Blisch aber nicht warten. Über den Betrag von 2000 Euro kann er als Stiftungsratsvorsitzender auch ohne Beschluss des Stiftungsrates verfügen. „Die Zeit drängt. Es wird kälter und früher dunkel. Die Vereine können sich nicht mehr im Freien treffen, wie das in den letzten Monaten geschah. Außerdem haben wir bis zur zweiten Novemberhälfte dann vielleicht schon die ersten Zahlen und Fakten durch die antragstellenden Vereine und können auf dieser Basis entscheiden, ob wir eventuell einen höheren Betrag einsetzen müssen“, erläutert der Bürgermeister sein Vorgehen.

Flörsheimer, Weilbacher und Wickerer kulturtreibende Vereine, die aufgrund von Corona einen finanziellen Mehraufwand bei ihrer ehrenamtlichen Arbeit haben, können diesen bei der Flörsheimer Bürgerstiftung anmelden und erhalten die Hälfte der Mehrkosten ersetzt. Blisch geht es dabei nicht um die Kompensation der Einnahmeausfälle der Vereine, es geht um Mehraufwendungen für Proben, Konzerte u.ä.

Blisch hofft, dass der Stiftungsrat der Flörsheimer Bürgerstiftung in seiner Sitzung am 19. November einen größeren Betrag, dann auch für Sportvereine zur Verfügung stellen kann und wird. Betroffene Vereine wenden sich mit Ihren Anträgen und Fragen an die Geschäftsführerin der Stiftung, Beate Pfaffe, Telefon 06145 955-301 oder auch direkt an den Vorsitzenden des Stiftungsrats, Bürgermeister Dr. Bernd Blisch, 06145 955-200.

Magistrat der Stadt Flörsheim am Main